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Sören Götz
Wir setzen unsere Berichterstattung in einem neuen Newsblog fort. Dieses finden Sie hier.
Sören Götz
Israel hat Versammlungen von mehr als 100 Menschen verboten. "Wir befinden uns in einer weltweiten Epidemie", sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu. Man habe deshalb keine andere Wahl, als drastische Schritte zu unternehmen. "Wir müssen die alten Menschen schützen", erklärte er. Das Versammlungsverbot wird nach Medienberichten unter anderem Einrichtungen wie Kinos, Synagogen und Theater betreffen.

Die Schulen sollten zunächst nicht geschlossen werden, sagte Netanjahu. Die öffentlichen Verkehrsmittel sollen ebenfalls weiter im Einsatz bleiben. Arbeitgeber sind aufgerufen, den Angestellten weitgehend Heimarbeit zu ermöglichen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird Fernunterricht an den Universitäten angestrebt.
Katrin Scheib
Wegen des Coronavirus finden eine Reihe von Fernsehsendungen vorerst ohne Publikum statt. Das gilt unter anderem für die Talkshows Anne Will, Maybrit Illner und für die NDR-Talkshow. Auch das ZDF-Morgenmagazin und das Aktuelle Sportstudio verzichten auf Zuschauerinnen und Zuschauer im Studio.

RTL teilte mit, das Quizformat Wer wird Millionär mit Günther Jauch werde weiterhin vor Publikum aufgezeichnet. Das Studio der Sendung hat 216 Zuschauerplätze. Auch ProSieben und Sat.1 wollen zunächst weiter Publikum in ihre Studios lassen.
Bild: Jörg Carstensen/dpa
Jurik Caspar Iser
Wie viel Zeit Forschende brauchen werden, um einen Impfstoff gegen Covid-19 zu entwickeln, ist unklar. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek zufolge fördert die internationale Impfstoff-Initiative Cepi mittlerweile sechs Institute weltweit, die an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forschen, darunter die deutsche Biotechfirma CureVac. Karliczek schätzt, dass es noch rund ein Jahr dauern werde, bis ein erprobter Impfstoff zur Verfügung stehe.

Bis zur Entwicklung eines Impfstoffes mit einer klinischen Erprobung seien in den nächsten Stufen insgesamt rund 2,8 Milliarden Euro nötig, sagte die CDU-Politikerin einer Mitteilung zufolge. Die Bundesregierung will die Forschung finanziell unterstützen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags habe dafür 145 Millionen Euro bewilligt, teilte Karliczek mit.
Jurik Caspar Iser
In Italien steigt die Zahl der Infizierten und der Todesfälle weiter an. Wie der Katastrophenschutz mitteilte, sind inzwischen 12.462 Infektionen bekannt und damit 22,8 Prozent mehr als am Vortag. 827 Menschen sind an den Folgen der Erkrankung gestorben, was einem Anstieg von 31 Prozent entspricht.
Jurik Caspar Iser
Im Bundestag gibt es einen ersten Infektionsfall. Ein FDP-Abgeordneter wurde positiv auf das Virus getestet, wie ein Fraktionssprecher sagte.

Die Mitarbeiter des Betroffenen hätten sich freiwillig in häusliche Quarantäne begeben. Derzeit würden weitere Kontaktpersonen identifiziert, sagte der Sprecher weiter. Die Fraktion sei im engen Austausch mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und mit dem betriebsärztlichen Dienst des Bundestags.

Bei dem Abgeordneten handelt es sich um den 41-jährigen Hagen Reinhold aus Mecklenburg-Vorpommern, wie dieser selbst den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) sagte. Erste Symptome seien nach einem Skiurlaub in Österreich aufgetreten, berichtete Reinhold. "Ich habe nach meiner Rückkehr leicht gehustet und mich am Montag von der Bundestagsärztin untersuchen lassen", sagte er dem RND. Er habe die Krankheit inzwischen überwunden. Es gehe ihm gut.

Die Nachrichtenagentur dpa berichtete zudem unter Berufung auf Fraktionskreise, dass der Bundestag in dieser Sitzungswoche auf namentliche Abstimmungen verzichten werde. Das hätten Bundestagspräsident Schäuble und die parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen vereinbart. Bei namentlichen Abstimmungen werden Stimmkarten in eine Art Urne geworfen, was regelmäßig zu großen Menschentrauben an diesen Boxen führt. Dabei sei das Infektionsrisiko zu groß, hieß es laut dpa zur Begründung des Verzichts.
Bild: Michael Kappeler/dpa
Sören Götz

Österreich schließt bis mindestens Ostern seine Schulen: Ab Montag wird es keinen Unterricht mehr für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren geben, ab Mittwoch sollen alle anderen Klassen folgen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Für die Unterstufe, also Kinder unter 14 Jahren, soll es die Möglichkeit der Betreuung in den Schulen geben. "Das bedeutet, dass alle, die zu Hause betreut werden können, auch zu Hause betreut werden sollen", sagte Kurz. Keinesfalls sollen die Kinder zu den Großeltern gebracht werden, da diese besonders gefährdet seien und bestmöglich geschützt werden sollen.

Frankreich hat den Besuch in staatlichen Altersheimen und Pflegeeinrichtungen verboten. Auch von Besuchen in privaten Einrichtungen werde abgeraten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das Virus Sars-CoV-2 ist vor allem für Senioren und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen gefährlich. Die Heime und Einrichtungen wurden angewiesen, den Kontakt der älteren Menschen mit ihren Angehörigen auf anderen Wegen aufrechtzuerhalten.

Claudia Bracholdt
Die Zahl der Blutspenden ist deutlich zurückgegangen, meldet das Deutsche Rote Kreuz. Grund dafür sei möglicherweise die Angst, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren. Das Ansteckungsrisiko für Blutspendende ist Experten zufolge sehr gering. Da Blutpräparate jedoch nur begrenzt haltbar sind, sind kontinuierliche Spenden wichtig:
Jurik Caspar Iser
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wertet die Ausbreitung des Coronavirus ab sofort als Pandemie. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Daran, wie die Länder reagieren sollten, ändere sich durch die neue Bewertung aber nichts.

Die WHO zählt weltweit mittlerweile mehr als 118.000 Fälle in 114 Ländern. 4.291 Menschen sind den Angaben zufolge bereits an der Erkrankung gestorben.

Tedros äußerte sich "tief besorgt" über das "alarmierende Niveau der Untätigkeit" im Kampf gegen das Virus. "Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Tagen und Wochen die Zahlen weiter ansteigen werden", sagte der WHO-Chef. Er wies darauf hin, dass alle Länder den Verlauf der Pandemie noch ändern könnten. "Findet, isoliert, testet und behandelt jeden Fall und geht jeder Spur nach", forderte er.

Eine Pandemie bezeichnet eine Erkrankung, die länder- und kontinentübergreifend auftritt. Eine Epidemie hingegen ist regional begrenzt.
Sören Götz

Das Achtelfinalhinspiel in der Europa League zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Basel muss am Donnerstag nun doch ohne Zuschauer ausgetragen werden. Diese Entscheidung traf das Gesundheitsamt Frankfurt nach einer Neubewertung der Lage.

Auch die drei Heimspiele des SSV Jahn Regensburg bis 19. April finden ohne Zuschauer statt, wie der Verein bekannt gab. Die Entscheidung fiel aufgrund der Verfügung von Bayerns Staatsregierung, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden bis zu diesem Datum abzusagen. Allein durch die fehlenden Einnahmen aus Tickets und anderen Verkäufen fehlen dem Verein 1,1 Millionen Euro. „Diese Einnahmen sind für einen Club der Größenordnung des SSV Jahn natürlich existenziell“, sagt Vorstandschef Hans Rothammer.

Der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC rechnet durch den Ausschluss der Zuschauer im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 mit einem Einnahmeverlust von 500.000 Euro. Auch in Baden-Württemberg sind Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden verboten. „Zum Schutz der Gesamtbevölkerung haben wir natürlich Verständnis für diese Maßnahme, werden unsere Fans aber auf den Rängen schmerzlich vermissen“, sagt KSC-Geschäftsführer Michael Becker.

Trotz des Zuschauer-Ausschlusses für das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag verkauft der VfL Bochum Tickets für die Partie – aber nur symbolisch zur Unterstützung des Vereins. Die Idee ist nicht neu: 2011 hatten Tausende Fans von FC Hansa Rostock virtuelle Tickets für die Partie gegen Dynamo Dresden gekauft. Rostock war nach Ausschreitungen vom DFB-Sportgericht mit einem Geisterspiel bestraft worden.