In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.
Nach Recherchen von ZEIT ONLINE haben die Gesundheitsämter in den vergangenen 24 Stunden deutschlandweit 391 verstorbene Covid-19-Patientinnen gemeldet. Erst am vergangenen Dienstag hatte es mit 345 Todesfällen einen Rekord seit Pandemiebeginn gegeben. Dieser Auswertung zufolge sind bisher insgesamt 14.992 Menschen am Coronavirus gestorben. Die Zahlen von ZEIT ONLINE basieren auf direkten Angaben der Landkreise und sind daher weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von Verzögerungen in den Meldeketten betroffen.
Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden lag laut RKI am Mittwoch bei 18.633. Die Gesundheitsämter meldeten den Recherchen von ZEIT ONLINE zufolge 16.372 neue Infizierte, 2.060 mehr als am Vortag. Am Dienstag vergangener Woche hatten sich dieser Zählung zufolge mit 16.160 etwas weniger Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt.
Nur acht Kreise ohne Neuinfektionen
Die meisten gemeldeten Neuinfektionen hat es mit 3.636 und 2.940 in Nordrhein-Westfalen und Bayern gegeben. In Baden-Württemberg und Berlin haben sich 1.972 und 1.615 Menschen angesteckt, auch in Sachsen und Hessen lag die Zahl der Neuinfektionen über 1.000. Rheinland-Pfalz hat mit insgesamt 40.079 nachgewiesenen Infektionen die Marke von 40.000 überschritten.
Die Städte mit der höchsten Zahl an Neuinfektionen waren – nach Berlin – Stuttgart mit 417, Hamburg mit 392 und München mit 356. In der niederrheinischen 60.000-Einwohner-Stadt Wesel haben sich 264 Menschen infiziert.
Die meisten Verstorbenen meldete Nordrhein-Westfalen mit 78 Personen, dahinter lagen Bayern mit 75, Baden-Württemberg mit 45 und Berlin mit 36 Verstorbenen. Mit jeweils neun und acht neuen Todesfällen verzeichneten die Kreise Zwickau und Region Hannover die meisten Toten unter den Kreisen. In nur acht Kreisen gab es keine neuen Infektionen, am Vortag lag die Zahl bei 30.
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Mehr Neuinfektionen als in den beiden vorherigen Wochen
Die Zahl der freien Intensivbetten liegt bei 5.957, das sind 24 Prozent aller verfügbaren Intensivplätze. 65 Prozent oder 18.155 sind mit Patienten ohne Covid-19 belegt und 14 Prozent, 3.770 Betten, mit Corona-Patienten. Vor zwei Wochen lag die Zahl der freien Plätze auf Intensivstationen bei 6.917, was ebenfalls 24 Prozent entspricht, die Zahl der mit Corona-Patienten belegten bei 3.059 oder elf Prozent.
Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 961.320 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Das RKI schätzt, dass rund 656.400 Menschen inzwischen genesen sind. ZEIT-ONLINE-Recherchen zufolge haben sich insgesamt 962.815 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. 636.552 Menschen gelten als genesen, die Zahl der registrierten aktiven Fälle liegt damit bei 331.271.
Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, liegt bei 155,6. In den sieben Tagen zuvor hatten sich 128.371 (Inzidenz: 154,4) und in der Woche zuvor 128.442 (ebenfalls 154,4) Menschen angesteckt. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen über die vergangenen sieben Tage geringfügig höher als jeweils in den beiden Wochen zuvor.
Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,97 und damit genauso hoch wie am Vortag. Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Mittwoch über neue Corona-Maßnahmen beraten. Erwartet wird eine Verlängerung des seit Anfang November geltenden Lockdowns. Merkel hatte zuvor gesagt, eine spürbare Rücknahme der Beschränkungen könnte nur vorgenommen werden, wenn die Inzidenz bundesweit deutlich unter dem Warnwert von 50 liegt. Das ist aktuell nur in 24 Stadt- oder Landkreisen der Fall. 377 Kreise überbieten den Wert, in 303 von ihnen liegt er sogar über 100.
Redaktionshinweis: Aufgrund eines Meldefehlers aus Baden-Württemberg sind die heutigen Zahlen nicht eins zu eins mit denen der Vorwoche vergleichbar. Wir haben den Satz mit dem Vergleich daher entfernt.
In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.
Nach Recherchen von ZEIT ONLINE haben die Gesundheitsämter in den vergangenen 24 Stunden deutschlandweit 391 verstorbene Covid-19-Patientinnen gemeldet. Erst am vergangenen Dienstag hatte es mit 345 Todesfällen einen Rekord seit Pandemiebeginn gegeben. Dieser Auswertung zufolge sind bisher insgesamt 14.992 Menschen am Coronavirus gestorben. Die Zahlen von ZEIT ONLINE basieren auf direkten Angaben der Landkreise und sind daher weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von Verzögerungen in den Meldeketten betroffen.