Tatsächlich scheinen sich Kinder bis zum Alter von zehn Jahren insgesamt seltener mit dem Coronavirus zu infizieren ‒ zu diesem Ergebnis kommt eine große Übersichtsstudie, die Daten zur Kontaktverfolgung in den USA ausgewertet hat (The Journal of Infectious Diseases: Goldstein et al., 2020). Für diese Beobachtung gibt es mehrere Erklärungsansätze, zum Beispiel eine geringere Dichte von bestimmten Rezeptoren im Nasenrachenraum bei Kindern, an denen das Virus andocken kann, oder eine stärkere, frühe Immunantwort des noch jungen Immunsystems, wenn es das erste Mal mit dem neuen Erreger in Kontakt kommt. Diese stärkere Reaktion könnte dazu führen, dass sich das Virus gar nicht erst richtig einnisten kann.
Infektionsrisiko in Schulen und Kitas: Warum gerade jetzt mehr Kinder Corona kriegen