Blizzard kann künftige Klimaänderungen berechnen und sogar Wirbelstürme vorhersagen: Am Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ) ist am Donnerstag der neue Superrechner offiziell in Betrieb gegangen. Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust betonten die Spitzenstellung des Zentrums in der Klimaforschung.

"Das ist der größte Rechner, der ausschließlich für die Klimaforschung zur Verfügung steht", sagte Schavan in Hamburg. Nur in den USA gebe es etwas Vergleichbares, sagte DKRZ-Geschäftsführer Thomas Ludwig. Die nächsten Berichte des Weltklimarates IPCC sollen auch auf den Daten aus Hamburg basieren.

Auch bei der derzeitigen Weltklimakonferenz in Kopenhagen stamme bereits ein Großteil der wissenschaftlichen Grundlagen aus den Berechnungen des DKRZ, teilte das Zentrum mit. Der Hochleistungsrechner ist bereits seit April im Einsatz. Der Supercomputer kann Klimamodelle mit höherer räumlicher Auflösung berechnen und damit auch regionale Klimabesonderheiten genauer vorhersagen.

Neben der Atmosphäre und den Ozeanen könnten auch Prozesse im Eis, Boden und Pflanzenreich sowie deren Einfluss auf den Treibhauseffekt einbezogen werden, hieß es.

Blizzard ist 35 Tonnen schwer und arbeitet mit 8448 Prozessoren. Die Spitzenrechengeschwindigkeit liegt bei 158 Teraflops – damit ist er etwa 60 Mal schneller als sein Vorgänger und etwa 20.000 Mal schneller als ein PC.