Bei einer Explosion auf einer Ölförderplattform im Golf von Mexiko sind nach Angaben der US-Küstenwache 13 Menschen ins Wasser geschleudert worden. Ein Arbeiter wurde zunächst vermisst. Inzwischen wurden alle 13 Betroffenen geborgen. Ein verletzter Arbeiter sei auf dem Weg ins Krankenhaus, sagte ein Sprecher der Küstenwache dem Nachrichtensender CNN. Das Feuer auf der Plattform konnte indes noch nicht gestoppt werden.

Die Explosion ereignete sich in der Vermilion Bay etwa 130 Kilometer vor der Küste Louisianas. Die Ursache des Feuers und der anschließenden Explosion sei noch unbekannt, sagte Bill Colclough, Offizier der Küstenwache. Der Plattform-Betreiber Mariner Energy ließ inzwischen in einer Stellungnahme verlauten, dass man nach ersten Untersuchungen keine Ölverschmutzung ausmachen konnte. Eine genaue Untersuchung des Vorfalls sei eingeleitet, heißt es weiter.

Nach Angaben der Küstenwache sei die Plattform nicht dafür bekannt, überhaupt Öl zu fördern. Allerdings sei man darauf vorbereitet, bei Anzeichen einer Verschmutzung sofort Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Mariner Energy ist eine der führenden Fördergesellschaft im Golf von Mexiko. In etwa 85 Prozent der Produktion des Unternehmens stammt aus Offshore-Ölplattformen. In der letzten Augustwoche förderte die Plattform rund 1400 Barrel Rohöl und 250.000 Kubikmeter Erdgas pro Tag.

Erst Ende April war im Golf von Mexiko die BP-Plattform Deepwater Horizon explodiert . Die anschließende Ölpest gilt als die größte in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Entsprechend angespannt reagierten auch die Börsianer in New York, als sich die Nachricht von der Explosion verbreitete. Die Anspannung löste sich aber schnell: Selbst Mariner Energy verlor am Donnerstag nur zwei Prozent an Wert.