Etwa ein Fünftel des bedeutenden Naturschutzgebietes Hohes Venn bei Aachen sind nach einem Großbrand zerstört. Das Feuer in dem Hochmoor sei unter Kontrolle, sagte Einsatzleiter Claudy Marchal, die Löscharbeiten könnten allerdings noch mehrere Tage dauern. Zwei Feuerwehrmänner seien bei den Löscharbeiten leicht verletzt worden.

Helfer sprachen von einem Inferno. Das Feuer war Montagnachmittag vermutlich in der Nähe der belgischen Gemeinde Baelen ausgebrochen. Mit dem starken Wind hatten sich die Flammen in dem teils unwegsamen Gelände schnell ausgebreitet. Die Rauchsäule war aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen.

Etwa 350 Feuerwehrleute, darunter auch 70 deutsche, sind im Einsatz. Die Arbeitsbedingungen seien schwierig, sagte Marchal. Die Helfer müssten viele Meter Schlauch verlegen. Zumindest habe sich der Wind wieder gelegt. Die Nationalstraße zwischen Eupen und Malmedy – eine der Hauptverbindungen in den Süden Ostbelgiens – ist gesperrt.

"Zur Brandursache kann man noch nicht viel sagen. Offensichtlich war es eine Unachtsamkeit", sagte Marchal. Medienberichte, nach denen Brandstiftung die Ursache gewesen sein soll, bestätigte die Feuerwehr nicht.

Normalerweise herrscht zwischen Februar und März die größte Brandgefahr im Hohen Venn. Das frische Gras ist dann noch nicht ausgetrieben. Bei dem trockenen Gras reicht ein Funke, um einen Großbrand zu entfachen. Wegen der extremen Trockenheit war das Venn noch immer für Wanderer gesperrt, an den Randbereichen aber begehbar.