Seit Jahren stehen die Forscher vor einem Rätsel: Was ist die Ursache des Massensterbens vor 201 Millionen Jahren? Am Ende der Trias siechte die Hälfte der Meeresbewohner dahin. Viele Wissenschaftler vermuteten bislang, dass die Zahl der Vulkanausbrüche angestiegen sei, infolge der Kontinentaldrift. Diese ist der Prozess aus dem letztlich die fünf Kontinente hervorgegangen sind, die heute den Globus umspannen.

Wissenschaftler vom Institut für Umweltbiologie der Universität Utrecht revidieren nun die bisherige Annahme: Ein gewaltiger Ausstoß von Treibhausgas in die Atmosphäre und eine plötzliche Erderwärmung könne zum Tod vieler Kreaturen an Land wie auch im Meer geführt haben, schreiben Micha Ruhl und seine Kollegen im Wissenschaftsmagazin Science .

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In einem Experiment haben die Biologen untersucht, welche Isotope des Kohlenstoffs (C) im Wachs von fossilen Pflanzen vorkommen. Die Pflanzen stammen aus 201 Millionen Jahre alten Sedimenten. Ihr Ergebnis: Das Grünzeug hat am Ende der Trias zwischen 12 und 38 Billionen Tonnen Methan (CH 4 ) in die Atmosphäre abgegeben – in weniger als 20.000 Jahren. Dieser nach geologischen Maßstäben plötzliche Anstieg könnte das Massensterben auf der Erde ausgelöst haben.

Methan ist ein Treibhausgas, das sich aus einem Kohlenstoff und vier Wasserstoffmolekülen zusammensetzt. Sein Effekt auf das Klima ist 20 Mal so groß wie der von Kohlenstoffdioxid (CO 2 ). Die organische Verbindung geht häufig aus den Überresten von Tieren und Pflanzen hervor.

Am Ende der Trias veränderte sich auch die Vegetation – ein möglicher Hinweis dafür, dass eine Wärmeperiode einsetzte und sich der Wasserzyklus änderte.