In der osttürkischen Provinz Van hat es wieder ein Erdbeben gegeben. Nach Angaben des Katastrophenschutzes kamen mindestens sieben Menschen ums Leben. 23 Menschen konnten bislang verletzt aus den Trümmern gerettet werden. Mehr als 100 Menschen sollen noch verschüttet worden sein.

Türkischen Medien zufolge bebte die Erde um 21.23 Uhr Ortszeit (20.23 Uhr MEZ). Nach Informationen des Fernsehsenders CNN Turk lag das Epizentrum des Bebens bei Edremit, einer Stadt 20 Kilometer südöstlich von Van. Die Stärke des Bebens wurde mit 5,7 angegeben, andere Quellen sprechen von 5,6. Mehrere Nachbeben erschütterten die Region, zwei davon mit einer Stärke von 4,5.

Insgesamt stürzten mindestens 25 Gebäude ein, darunter zwei Hotels. Die meisten Gebäude seien jedoch seit dem schweren Erdbeben am 23. Oktober leer gewesen, berichtete CNN weiter. Damals hatte ein Beben der Stärke 7,2 nördlich von Van erhebliche Zerstörungen angerichtet. Mehr als 600 Menschen kamen dabei ums Leben. Tausende wurden verletzt, viele Gebäude zerstört.

Die Provinz Van liegt im Südosten des Landes und grenzt an Iran. Sie wird mehrheitlich von Kurden bewohnt.