Ein Brand im südchilenischen Nationalpark Torres del Paine hat in den vergangenen vier Tagen bereits 5.700 Hektar Wald zerstört. Rund 400 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, ohne dass Opfer verzeichnet wurden, wie Chiles Innenminister Rodrigo Hinzpeter mitteilte. Mehr als 200 Feuerwehrmänner, ausgerüstet mit vier Flugzeugen und einem Helikopter, kämpfen gegen die Flammen in der Umgebung des Grey-Sees.

"Wir stehen vor einer hoch komplexen Situation mit extremen Bedingungen, vor allem durch die Geländebedingungen, die starken Winde und die leicht brennbare Vegetation", sagt Vincente Nunez, Direktor der Notfallbehörde, wie das Magazin Businessweek berichtet.

Die bergige Landschaft und die starken Winde erschweren die Versuche, das Feuer zu löschen. In dem 2.400 Quadratkilometer großen Naturpark leben auch Kondore und Guanako-Kamele sowie die äußerst scheuen und vom Aussterben bedrohten Anden-Rehe. Bereits 2005 verkleinerte ein Feuer die Heimat dieser Arten um mehrere Tausend Hektar.