Der französische Energiekonzern Total will ein Expertenteam per Hubschrauber auf die leckgeschlagene Nordsee-Plattform Elgin fliegen. Wie die britischen Behörden mitteilten, hat der Konzern bereits ein Gutachten zu den Gefahren des Vorhabens vorgelegt.

Brancheninsider berichteten, Großbritannien werde dem Unternehmen in den kommenden Tagen eine Erlaubnis erteilen, seine Pläne für eine Schließung des Gaslecks in Angriff zu nehmen. Der Konzern will das Gasleck zunächst vorübergehend mit Bohrschlamm verstopfen und gleichzeitig mit zwei Entlastungsbohrungen dauerhaft beheben. Das könnte sechs Monate in Anspruch nehmen und Milliarden kosten.

Am Samstag war die Gasfackel auf der Plattform von alleine erloschen und die Gefahr einer Explosion damit zumindest vorübergehend gebannt. Aus einem Leck auf der Plattform strömt seit etwa einer Woche giftiges und explosives Gas . Total wusste mindestens seit Februar von Problemen auf der Plattform. Ein Gewerkschaftsvertreter sagte, Arbeiter hätten schon vor Wochen Sorgen wegen eines steigenden Gasdrucks geäußert. Das französische Unternehmen habe jedoch noch Stunden vor dem Unglück beteuert, ein Versagen sei ausgeschlossen.