Der US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack hat wegen der anhaltenden Dürre 218 weitere Bezirke in zwölf Bundesstaaten zu Notstandsgebieten erklärt. Insgesamt sind damit 1.584 Bezirke in 32 Staaten auf der Liste des US-Landwirtschaftsministeriums , das sind mehr als die Hälfte aller US-Bezirke.

Neu auf der Liste sind Bezirke in den Bundesstaaten Arkansas, Georgia, Iowa, Illinois, Indiana , Kansas , Mississippi , Nebraska, Oklahoma , South Dakota, Tennessee und Wyoming . Durch die Benennung als Notstandsgebiet ist es den Bauern möglich, sich um besonders zinsgünstige Kredite und andere Unterstützung zu bemühen.

Vilsack kündigte an, den Tierhaltern zu helfen, mit den steigenden Nahrungsmittelpreisen, den Engpässen bei Heu und dem sich verschlechternden Weideland umzugehen. Den Bauern werde Heu von zusätzlichem Weideland zur Verfügung gestellt. Mit den Versicherern für Ernteausfälle seien besondere Konditionen ausgehandelt.

Extremwetter ist in Nordamerika nichts Neues

Wissenschaftler erklären die extreme Dürre unter anderem mit dem Wetterphänomen La Niña. Diese Strömungskonstellation im Pazifik war 2011 auch für die heftige Tropensturm-Saison im Nordatlantik und für die extreme Trockenheit in Texas mitverantwortlich. Dort führte sie zu verheerenden Waldbränden . Außerdem begünstigte das Phänomen Rekord-Regenfälle in Australien . Klimatisch Veränderungen beeinflussen weltweit das Wetter. Ob der globale Klimawandel einzelne Ereignisse hervorruft, lässt sich direkt aber nicht nachweisen. Zu viele Faktoren spielen bei solchen Wetterereignissen zusammen.

Eine Grafik der New York Times zeigt, dass großflächige Dürren seit Jahrzehnten auf dem nordamerikanischen Kontinent auftreten. Besonders schwer traf es die Farmer in den Jahren 1954 bis 1956. Auch 1988 war ein extrem trockenes Jahr.