Nach einem schweren Erdbeben in Costa Rica haben die in der Region zuständigen Geologen die Tsunamiwarnungen für Costa Rica, Panama und Nicaragua wieder aufgehoben. Eine erste Warnung hatte insgesamt elf Staaten von Mexiko bis Peru betroffen.

Der Erdstoß hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,6. Das Epizentrum lag etwa zehn Kilometer östlich der Stadt Hojancha auf dem Festland. Bis zur Hauptstadt San José sind es von dort 140 Kilometer.

Nach ersten Meldungen gab es keine größeren Schäden oder Opfer. Laut örtlichen Medienberichten fiel in mehreren Gegenden des Landes, darunter in San José, der Strom aus. Auch Telefonnetze und Internetverbindungen brachen zusammen. In der Stadt Nicoya wurden einige Wohnungen und das Justizgebäude beschädigt, zudem gab es Straßenschäden.

In der Region treten immer wieder Erdbeben auf. Mitte Mai 2011 war Costa Rica von einem Erdbeben der Stärke 6,0 erschüttert worden, das leichte Sachschäden anrichtete. Im Januar 2009 waren bei einem Beben der Stärke 6,2 in einem Touristengebiet etwa 40 Kilometer von San José entfernt 23 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende Häuser zerstört worden.