Die Luftqualität in deutschen Städten ist so schlecht , dass die EU-Kommission jetzt Druck macht: 33 deutsche Städte müssen ihre Stickstoffdioxid-Belastung reduzieren – und zwar schnell. Ansonsten droht die Kommission mit drastischen Mitteln, die vor allem die Autofahrer treffen würden.

Nach Angaben eines Sprechers von EU-Umweltkommissar Janez Potocnik drohen keine unmittelbaren Fahrverbote. Jedoch nannte er höhere Parkgebühren, strengere Umweltzonen, Tempolimits oder eine Verbannung von über zehn Jahre alten Autos aus den betroffenen Städten als Möglichkeiten, um die Belastung mit Stickstoffdioxid möglichst schnell zu reduzieren.

Stickstoffdioxid ist wie Feinstaub ein gesundheitsgefährdender Schadstoff . Brüssel bemängelt eine zu hohe Belastung in so gut wie allen deutschen Ballungsräumen.

Luftqualität muss bis 2015 besser werden

Kritisiert wird die Lage unter anderem in Berlin , Magdeburg , Halle , Leipzig , Dresden , Hamburg , München , dem Ruhrgebiet, Köln , Düsseldorf , Mainz , Frankfurt am Main, Kiel , München, Nürnberg , Augsburg , Karlsruhe, Mannheim , Heidelberg und Stuttgart .

Deutsche Behörden hätten bisher nicht nachweisen können, dass sie die Luftqualität bis 2015 wesentlich verbessern können, bemängelt die Kommission. Bereits am Montag hat die Kommission bekannt gegeben, sie werde Fristen für die Einhaltung von Stickstoffdioxid-Grenzwerten in 33 von 57 deutschen Regionen nicht verlängern.

Ein Verfahren gegen Deutschland wegen Verletzung von EU-Recht ist bisher aber noch nicht eingeleitet worden. Dies kann jedoch noch folgen, wenn nicht rasch eine Besserung eingeleitet wird.