Vor der Küste Zyperns sind aus einer leckgeschlagenen Pipeline rund Hundert Tonnen Schweröl ins Meer geflossen. Zu dem Zwischenfall kam es bereits am Dienstagmorgen, als ein Tanker versuchte, ein Kraftwerk im türkisch-besetzten Nordteil der Insel mit Schweröl zu beliefern. Der Ölteppich mit einem Radius von sieben Kilometern treibt vor der Südküste der Halbinsel Karpas.

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Der türkisch-zypriotische Umweltminister, Mehmet Harmanci, sagte, dass es ein Problem mit dem Druck oder der Pipeline-Verbindung gegeben haben könnte. Menschliches Versagen als Auslöser des Zwischenfalls könne er nicht ausschließen.

Der Energiekonzern Aksa Enerji, der das Ölkraftwerk betreibt, teilte mit, dass bereits Barrieren im Mittelmeer errichtet worden sind, um den Ölteppich einzudämmen. An den Aufräumarbeiten beteiligt sich auch die UN-Friedensmission in Zypern (UNFICYP).

UN-Sprecher Rolando Gomez sagte, die türkisch-zypriotische Regierung hätte auch um Hilfe der Republik Zypern gebeten, diese Anfrage aber später zurückgezogen. Zypern ist seit der türkischen Invasion im Jahr 1974 geteilt. Zwischen beiden Landesteilen besteht eine Pufferzone der UN.