Die japanische Atomaufsichtsbehörde NRA hat den Schweregrad des Lecks an der Atomanlage Fukushima hochgestuft. Auf der internationalen Störfall-Skala Ines werde er nun mit Stufe drei von sieben bewertet, teilte die Behörde mit. Dies entspricht einem "ernsthaften Zwischenfall". Für die am 19. August gefundene undichte Stelle galt die Stufe eins ("Anomalität").

Es ist das erste Mal seit der Kernschmelze nach dem Erdbeben vor mehr als zwei Jahren, dass Japan eine derartige Warnung ausgibt. Betreiber Tepco hatte eingeräumt, dass 300.000 Liter dieses Wassers aus einem Tank ausgetreten seien und ein Teil davon durch Abwassersysteme ins Meer gelangt sein könnte. 

Im Atomkraftwerk Fukushima waren nach dem schweren Erdbeben und dem folgenden Tsunami im März 2011 drei Reaktoren geschmolzen. Um diese zu kühlen, wurden sie mit Wasser besprüht. Die Lagerung dieses verseuchten Wassers stellt seitdem ein  Problem dar.