Bei einem starken Erdbeben im Westen Pakistans sind mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher der Region Baluchistan wurde in einem Bericht mit der Zahl von 150 Toten zitiert. Der Erdstoß war so gewaltig, dass er etwa 600 Meter vor der Küste nahe Gwadar eine neue Insel entstehen ließ. 

Viele Menschen sahen vom Land aus, wie sich aus dem Arabischen Meer ein Eiland erhob. Selbst in der mehrere Hundert Kilometer entfernten indischen Hauptstadt Neu-Delhi ließ das Beben die Erde erzittern und Gebäude schwanken.

Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 7,8 lag in der an den Iran grenzenden pakistanischen Provinz Baluchistan, nahe der Stadt Khuzdar.

Insbesondere den dünn besiedelten, verarmten Bezirk Awaran traf es hart: Nach Angaben eines Behördenvertreters stürzten hier mindestens 30 Prozent aller Gebäude ein. Viele davon seien Lehmhütten gewesen, die durch mehrere Nachbeben zerstört worden seien.

Das Gebiet ist nur schlecht zu erreichen. Rettungshubschrauber sind im Einsatz, wie lokale Fernsehsender berichteten. Die Armee setzt Hunderte Soldaten ein.