Die Vorbereitungen auf das angekündigte Orkantief Xaver im Norden sind angelaufen. In Hamburg werden am Donnerstag alle U-Bahn-Strecken sowie Buslinien verstärkt, teilte die Hochbahn mit. Außerdem soll mehr Servicepersonal eingesetzt werden, weil an der Nordsee und im Hinterland nach Angaben von Meteorologen Sturmflut-Gefahr besteht. Im Norden Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns ist mit Orkanböen der Windstärke 12 zu rechnen.

Vier spezielle Einsatzgruppen zur Räumung von umgestürzten Bäumen seien abrufbereit, sollten wie beim Orkan Christian im Oktober Baumstämme den Verkehr behindern. Die Hochbahn will über die aktuelle Situation auf der Schiene per Facebook und über Twitter mit dem Hashtag #xaver informieren.

Einige Schulen in Niedersachsen in den Städten Aurich , Leer und Emden kündigten an, dass am Donnerstag der Unterricht ausfallen werde. In Schleswig-Holstein ist bisher noch nicht entschieden, ob der Unterricht ausfällt.

Bahn schränkt Sylt-Verbindung ein

Wegen der Orkanwarnungen kündigten die Fährbetriebe zu den nordfriesischen Inseln sowie den Halligen im Wattenmeer mögliche Behinderungen und Ausfälle an. Der Sylt Shuttle der Bahn schränkt sein Angebot wegen der Sturmwarnungen ebenfalls ein. Der Fährbetrieb zur Insel Juist wird wegen der Sturmflut- und Orkanwarnung am Donnerstag und Freitag eingestellt. Auch die Insel Norderney wird nur noch am Donnerstagmorgen angelaufen.

Das erwartete Orkantief könnte auch den Betrieb am Hamburger Flughafen beeinträchtigen, der seine Passagiere aufgefordert hat, sich regelmäßig über die aktuelle Wettersituation in den kommenden beiden Tagen zu informieren. Angaben über ihren Flug erhalten die Reisenden bei ihren Fluggesellschaften oder auf der Internetseite des Flughafens .

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Donnerstagnachmittag an der Nordseeküste mit Böen der Stärke 12 und im Binnenland mit Stärke 11. DWD-Meteorologe Rüdiger Hartig sagte, in der Nacht zum Freitag werde es so weitergehen. Die lange Dauer über eineinhalb Tage sei das Besondere an dem Tief, das von Island über Skandinavien kommt. An der Nordsee sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes extrem starke Böen von mehr als 140 Kilometern je Stunde möglich.