Vor der Küste Papua-Neuguineas im Pazifik hat sich ein schweres Seebeben ereignet. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke mit 7,5 an. Für Papua-Neuguinea und die Salomonen gab das Pacific Tsunami Warning Center eine Tsunami-Warnung heraus, darin wurde die Stärke des Bebens mit 7,8 angegeben. Wenig später nahm das Zentrum die Warnung wieder zurück. Tsunami-Warnungen werden für die Salomonen-Inseln und andere Inselgruppen des Südpazifiks in großer Regelmäßigkeit herausgegeben, die letzten Warnungen stammen vom 11., 12. und 13. April. Sie haben oft rein präventiven Charakter.

Laut US-Erdbebenwarte USGS lag das Zentrum des Bebens 75 Kilometer südwestlich der Stadt Panguna auf der Insel Bougainville. Es geschah kurz vor Mitternacht (Ortszeit). Über Schäden war zunächst nichts bekannt. In derselben Gegend hatte zwölf Stunden zuvor schon einmal die Erde gebebt: Die Stärke dieses Bebens gab die USGS mit 6,6 an. Erdbeben von einer Stärke zwischen 7 und 8 auf der Richterskala können an Land große Schäden anrichten und ereignen sich sowohl im Meer als auch an Land im Schnitt achtzehn Mal pro Jahr.

Neuguinea liegt am Rande des tiefen Ozeanbeckens auf einem stark verformten, bis heute vulkanisch aktiven Teil der Erdkruste. Das Areal wird auch der Ring aus Feuer (Ring of Fire) genannt – eine häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesuchte, hufeisenförmige Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans. Es reicht von der Westküste Amerikas über die nord-pazifischen Inselgruppen der Aleuten und Kurilen nach Japan und weiter über die Philippinen, den Ostrand Indonesiens sowie verschiedene Südsee-Inselstaaten bis Neuseeland und zur Antarktis. In diesem Gebiet bebt die Erde beinahe täglich.