Zum Auftakt der UN-Klimakonferenz in Bonn hat die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) auf eine signifikante Erderwärmung hingewiesen: 2013 bis 2017 sei voraussichtlich der wärmste Fünfjahreszeitraum seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, hieß es von der WMO. 2016 werde sich auch wegen des dieses Mal besonders starken Klimaphänomens El Niño als das wärmste Jahr überhaupt erweisen. 2017 und 2015 dürften demnach Platz zwei und drei belegen.

"Das ist Teil einer langfristigen Tendenz zur Erwärmung", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Er verwies auf die zahlreichen Wetterextreme der vergangenen Jahre wie Hurrikane im Atlantik und in der Karibik sowie Monsunregen in Südasien mit Millionen Betroffenen und Dürren in Ostafrika.

Wachsende Risiken

Viele dieser Ereignisse seien mit dem Klimawandel zu erklären, der wiederum auf den Treibhausgasausstoß der Menschen zurückzuführen sei, so Taalas. Der Anstieg der Meeresspiegel, der Inselstaaten wie das Konferenz-Gastgeberland Fidschi und andere tief gelegene Gebiete bedroht, sowie die Versäuerung der Meere, die die dortigen Ökosysteme gefährdet, dauerten unvermindert an.

UN-Klimasekretärin Patricia Espinosa sagte zu dem Bericht, dieser unterstreiche "die wachsenden Risiken für Menschen, Wirtschaften und das Leben auf der Erde an sich, wenn wir es nicht schaffen, bei den Zielen und Ambitionen des Pariser Abkommens wieder auf die Spur zu kommen".

Das 2015 in Paris beschlossene globale Klimaabkommen schreibt das Ziel fest, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Joe Raedle/Getty Images
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Ban Ki Moon, UN-Generalsekretär

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sagt, warum das ein Problem ist:

"Der Klimawandel ist eine Bedrohung für das Leben und unsere Existenz."

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Das Wetter

… ist der Zustand der Atmosphäre zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort.

Was ist Wetter, was Klima?

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... ist das durchschnittliche Wetter über einen längeren Zeitraum hinweg betrachtet, etwa 30 Jahre.

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Leider nein: Viele Schäden sind nicht mehr zu ändern. Die Erde erwärmt sich in jedem Fall. Auch die 2°C Erwärmung beeinträchtigen Ökosysteme auf der ganzen Welt stark und bedrohen damit auch die Lebensgrundlage von Millionen Menschen. Es lässt sich allein das Ausmaß der Katastrophe eingrenzen.

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Stimmt. Viele Forscher sind sicher, dass es einen Zusammenhang gibt. Europa soll aber nicht so stark betroffen sein wie andere Kontinente der Erde.

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