Dieses Jahr war für Deutschland eines der wärmsten acht Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das ergeben die über das Jahr gesammelten Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Nicht nur ungewöhnlich warm, auch ungewöhnlich wechselhaft war das Wetter. Vor allem ein Kälteeinbruch im April habe sich "katastrophal auf die schon sehr weit fortgeschrittene Vegetation ausgewirkt", heißt es vom DWD. Dazu kämen Wetterextreme wie Hitzewellen und Orkane.

Vorausgegangen war dem Temperatursturz im April der wärmste März seit Messbeginn. Im Mai verzeichnete der Wetterdienst dann bereits die erste Hitzewelle. Der höchste Wert des Jahres, 37,2 Grad, wurde im Juni in Trier-Petrisberg gemessen. Die kälteste Nacht erlebte im Januar Reit im Winkl, wo minus 26,3 Grad gemessen wurden. Dort lag mit 74 Zentimetern auch die höchste Schneedecke.

Der meiste Regen an einem einzigen Tag fiel in Berlin-Tegel im Juni: 196,9 Liter pro Quadratmeter. Am trockensten blieben der nördliche Oberrheingraben und das südöstliche Harzvorland. Auch der Oktober gehörte zu den wärmsten seit Messbeginn. Im Herbst zogen die Orkane Xavier und Herwart über Deutschland, durch die mehrere Menschen ums Leben kamen.

Im Schnitt war es in diesem Jahr 9,6 Grad warm: Das sind 1,4 Grad mehr als noch im Zeitraum von 1961 bis 1990. Auch 2016 war nach Angaben des DWD mit einer Mitteltemperatur von 9,5 Grad Celsius ein sehr warmes Jahr. Die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1880 waren in Deutschland 2014 und 2015. Höchstwerte werden immer häufiger: Acht der zehn wärmsten je gemessenen Jahre gab es seit Beginn des 21. Jahrhunderts. Der Deutsche Wetterdienst sammelt Daten aus rund 2.000 Messstationen in ganz Deutschland.