Es gibt immer mehr Abfall in Deutschland. Das teilte das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Tags der Umwelt am 5. Juni mit. So ist das Müllaufkommen in Deutschland im Jahr 2016 auf 411,5 Millionen Tonnen gestiegen, das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

80,7 Prozent aller Abfälle wurden "stofflich oder energetisch verwertet", also recycelt oder zur Energiegewinnung verbrannt, teilte Isabella Mehlin vom Statistischen Bundesamt mit. Mit 16,9 Prozent landete nur ein geringer Teil des Abfalls auf Deponien. Insgesamt ist die Verwertungsquote in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich angestiegen – so lag sie 2006 noch bei 74,3 Prozent.

Rund die Hälfte des Mülls sind Bau- und Abbruchabfälle, die im Vorjahresvergleich um 6,6 Prozent zunahmen. Danach folgen "übrige Abfälle", die insbesondere aus Produktion und Gewerbe stammen. Sie gingen um 5,7 Prozent zurück. Die Menge an Siedlungsabfällen – zu denen Haushalts- und Verpackungsabfälle zählen – stieg auf 52,1 Millionen Tonnen an. Das entspricht 12,6 Prozent des gesamten Müllaufkommens.