Umweltschützer, Einsatzkräfte und Freiwillige haben in der Dominikanischen Republik fast 1.000 Tonnen Müll an einem Strand eingesammelt. Der auch bei Touristen beliebte Strand Playa de Montesinos in Santo Domingo war am schwersten von einem großen Müllteppich betroffen, wie das Büro des Bürgermeisters der Hauptstadt des Landes am Montag mitteilte. Am Strand Fuerte de San Gil werde noch Unrat eingesammelt, teilte das Büro mit. Bis Dienstag solle die Reinigung abgeschlossen werden.

Ein Video der Naturschutzorganisation Parley for the Oceans, das die verschmutzten Strände von Santo Domingo zeigt, hatte in der vergangenen Woche in den sozialen Netzwerken für Entsetzen gesorgt. In dem Video sieht man einen dichten Müllteppich aus Flaschen, Styropor und anderem Plastikmüll. Nach Angaben der Organisation waren rund 500 Menschen im Einsatz, um den Müll zu entfernen.

Es wird vermutet, dass der Müll von einem Sturm an die Küste der Insel Hispaniola gespült wurde. "Das mit eigenen Augen zu sehen, ist schockierend, aber was viel schlimmer ist, ist, dass es nichts Neues für Santo Domingo ist", sagte Carmen Danae Chamorro von Parley for the Oceans. Jedes Mal, wenn es stark regne, werde Müll angespült, so Chamorro. Der Müll wurde teils mit Baggern aus dem Wasser geschaufelt, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist.

Die Dominikanische Republik gilt bei Deutschen als beliebtes Urlaubsziel. Das Land teilt sich die Insel Hispaniola mit dem ärmsten Karibikstaat Haiti.