Starbucks reiht sich in die Gruppe der Unternehmen ein, die Wegwerfartikel aus Plastik aus dem Angebot nehmen. Ab 2020 würden in sämtlichen der 28.000 Filialen keine Trinkhalme aus Plastik mehr ausgegeben, kündigte das Unternehmen an. Damit würde eine Milliarde solcher Trinkhalme pro Jahr gespart. Die Plastikhalme trügen zur Verschmutzung der Meere bei und bedrohten so das Leben dort, heißt es in einer Mitteilung. Es soll aber weiter Trinkhalme geben – aus alternativen Materialien wie Papier oder kompostierbarem Plastik.   

Ähnlich hatte das auch schon McDonald's angekündigt. Die Burgerkette will in britischen und irischen Restaurants Trinkhalme aus Plastik ersetzen. Auch Bon Appétit Management, eine US-Kette mit 1.000 Filialen, kündigte den Verzicht an, ebenso erste Fluglinien. 

Anlass waren staatliche Regularien: Großbritannien plant ein Verbot von Plastiktrinkhalmen. In den USA ist Ähnliches in Arbeit. Die EU-Kommission schlug Ende Mai vor, zahlreiche weitere Einwegartikel aus Plastik, darunter Geschirr, zu verbieten.   

Die Trinkhalme bleiben an Badestränden liegen, oder sie kommen mit anderem Müll in die Natur und ins Meer. Acht Millionen Tonnen Plastik gelangen laut Science jährlich ins Meer. Trinkhalme machen allerdings nur den geringsten Teil davon aus: 0,025 Prozent.   

Plastikmüll - Wie es mit weniger Plastik gehen kann Die Europäische Kommission will Rührstäbchen, Strohhalme und Ballonhalter verbieten. Alternativen gibt es, doch die sind nicht immer günstig. © Foto: Bart Biesemans

Starbucks teilte mit, um Trinkhalme zu ersetzen, habe man eine spezielle Trinköffnung entwickelt. Sie wird in die Plastikdeckel implementiert, aus denen dann etwa Eiskaffee oder andere Getränke getrunken werden können, für die bisher Trinkhalme notwendig waren. Diese Deckel mit der neuen Trinköffnung sind bereits jetzt erhältlich. Sie bestehen aus Plastik.