Der diesjährige Sommer wird laut einer vorläufigen Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht wärmer ausfallen als der Rekordsommer 2003. Der Zeitraum von April bis August könnte zwar die heißeste und trockenste Periode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 gewesen sein, teilte der DWD mit. Allerdings werde die Durchschnittstemperatur von 2003 aller Voraussicht nach nicht übertroffen.

Seit Anfang April sei gefühlt Sommer, sagte der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Ob es sich tatsächlich um einen Rekord handelt, können die Meteorologen erst gegen Ende August sagen. Ein Trend sei aber deutlich zu erkennen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erwarten zum Ende des meteorologischen Sommers, der von Juni bis August geht, noch einige kühlere Tage.

Die anhaltende Trockenperiode hat vor allem Landwirten zugesetzt. Aufgrund der geringen Niederschlagsmenge kam es zu hohen Ernteausfällen und Schäden in Milliardenhöhe.

Der diesjährige Hitzerekord wurde in Bernburg in Sachsen-Anhalt gemessen. Dort erreichten die Temperaturen am 31. Juli 39,5 Grad. Den allgemeinen Rekord hält die Stadt Kitzingen in Bayern. Sowohl am 5. Juli 2015 als auch am 7. August 2015 wurden an der dortigen Messstation 40,4 Grad Celsius gemessen.