Es ist geglückt, die US-Sonde InSight hat ihr Ziel erreicht: Sie ist nach ihrem fast siebenmonatigen Flug auf dem Mars gelandet. "Landung bestätigt!", teilte die US-Weltraumbehörde aus ihrem Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena mit. Vorausgegangen war ein äußerst kompliziertes Manöver von sechseinhalb Minuten Länge bis zur Landung in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Marsäquators: Das sanfte Aufsetzen auf dem Mars zählt zu den schwierigsten Unterfangen der Raumfahrt.

Bei der Landung musste die Sonde ihre Geschwindigkeit innerhalb von sechs Minuten von 19.800 Kilometern pro Stunde auf null abbremsen. Nach dem Eindringen in die Atmosphäre verlangsamte ein Fallschirm InSight weiter, bevor Landetriebwerke die Sonde auf ihren drei Beinen aufsetzen ließen. Nun kann der geologische Roboter seine Arbeit beginnen. Im Mai war die Sonde zu ihrer fast 485 Millionen Kilometer langen Reise gestartet.

"Was für ein wunderbarer Tag für die Nasa", sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde, Jim Bridenstine, der im Kontrollzentrum dabei war. "Es war so intensiv, man konnte die Emotionen fühlen." Nur Sekunden nach der Landung habe ihm US-Vizepräsident Mike Pence per Telefon gratuliert. Der Roboter schickte unterdessen bereits ein erstes Foto, auf dem ein Stück der Oberfläche des Planeten und des Horizonts zu sehen sind – und viel Staub auf der Linse.

Ob InSight (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) voll funktionsfähig ist, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen. Er soll die bisher umfangreichsten Erkenntnisse über das Innere des Mars liefern. Der 360 Kilogramm schwere Roboter kann nicht rollen, sondern bleibt an einem Ort. Der Landeplatz liegt in einer Region, die weitgehend eben und frei von größeren Steinen und Felsen ist. Bisherige Marsmissionen haben das Gebiet noch nicht vom Boden aus erkundet.

Für die Untersuchung des Marsinneren ist InSight mit einem Bohrgerät ausgestattet, das sich bis zu fünf Meter tief in den Boden graben kann. Auf diese Weise sollen dort die innere Temperatur und mit einem Seismometer Erdbeben, Meteoriteneinschläge und alle anderen Bewegungen gemessen werden, die den Mars erschüttern.

Einen ausführlichen Bericht über die "InSight"-Mission lesen Sie hier.

Nur etwa 40 Prozent der Marslandungen sind erfolgreich. Etwa eine Milliarde Dollar (etwa 880 Millionen Euro) hat die Expedition gekostet. Es ist die achte Landung der USA auf dem Mars. Zuletzt hatte die Nasa 2012 den Rover Curiosity erfolgreich auf den Mars gebracht.