Klimawandel - Treibhausgase in Atmosphäre auf neuem Höchststand Die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre steigt laut Weltwetterorganisation jährlich. Es gebe keine Anzeichen für eine Änderung dieses Trends, so die UN-Organisation. © Foto: STR/AFP/Getty Images

Die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre ist nach den Messungen von Klimaforschern so hoch wie nie. Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen (WMO) in Genf stieg die durchschnittliche globale CO2-Konzentration im vergangenen Jahr auf 405,5 ppm (Teilchen pro Million Teilchen), nach 403,3 im Jahr 2016 und 400,1 im Jahr 2015. 

"Es gibt keine Anzeichen für eine Umkehrung des Trends, der zu langfristigem Klimawandel, dem Meeresspiegelanstieg, der Versauerung der Meere und mehr extremen Wettersituationen beiträgt", sagte die WMO. "Ohne eine Verringerung von CO2 und anderen Treibhausgasen wird der Klimawandel zerstörerische und unumkehrbare Folgen für die Erde haben", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Die Chance, noch einzugreifen, sei fast vertan.

Die Forscher warnen außerdem vor der Wirkung des verbotenen Kühlmittels CFC-11 oder Trichlorfluormethan. Trichlorfluormethan ist ein Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW), der ähnlich wie ein Treibhausgas wirkt und die Ozonschicht beschädigt. Seit 2010 ist die Herstellung von FCKW-Stoffen international verboten. Seitdem erholt sich die Ozonschicht zwar laut aktuellen Erkenntnissen langsam, doch schon im Jahr 2016 war sie zwischenzeitlich wieder dünner.

Die Klimaforscher der WMO haben gemessen, dass sich der Rückgang von CFC-11 in der Atmosphäre seit 2012 deutlich verlangsamt hat. Darauf deuten auch andere Studien hin. Zudem wird das Kühlmittel nach Angaben der WMO immer noch in einigen ostasiatischen Ländern illegal hergestellt. Weil es eine extrem lange Lebensdauer in der Atmosphäre hat – bis zu einigen Jahrzehnten –, setzt die Wirkung des FCKW-Verbots erst mit großer zeitlicher Verzögerung ein. Wissenschaftlerinnen gehen davon aus, dass eine vollständige Erholung der Ozonschicht erst in etwa zwei bis drei Dekaden erfolgt sein dürfte.