Der vergangene Juli war der weltweit heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das teilte der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels mit. Copernicus-Chef Jean-Noël Thibaut sagte, dass der Juli üblicherweise der heißeste Monat des Jahres auf der Erde sei. In diesem Jahr hätten die Julitemperaturen dabei noch knapp über denen des bisherigen heißesten Monats Juli 2016 gelegen. Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, das sich zu einem Großteil auf Satellitendaten stützt. 

Erst kürzlich hatte der Copernicus-Dienst verkündet, dass die Welt dieses Jahr den heißesten Juni seit Beginn der regelmäßigen Messungen erlebt habe. Deutschland und weite Teile Europas waren damals von einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen betroffen. Bei einer weiteren Hitzewelle im Folgemonat wurde am 25. Juli in Deutschland mit 42,6 Grad im niedersächsischen Lingen ein landesweiter Rekord aufgestellt.

Die vergangenen vier Jahre waren weltweit die heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter stiegen die Temperaturen weltweit bereits um einen Grad an. Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hatten sich die Unterzeichnerstaaten darauf verständigt, den Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

Erst vor Kurzem hatte ein internationales Forschungsteam festgestellt, dass der Juli ohne den menschengemachten Klimawandel eineinhalb bis drei Grad Celsius kälter gewesen wäre. Die extreme Hitze führte zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr, Dürre auf den Feldern und sorgte für Waldbrände, wie etwa derzeit in Sibirien.