Pflanzen zählen zu den ältesten Arzneimitteln, die der Mensch kennt. Wahrscheinlich nutzen Menschen Pflanzen und Kräuter schon seit der Urzeit auch als Medizin. Was mit Zufallsentdeckungen anfing, wussten unsere Vorfahren in der Antike bereits effektiv zu nutzen und weiter zu geben. Im Mittelalter züchteten Nonnen und Mönche Heilpflanzen. In alten Klosterbibliotheken finden sich manchmal noch heute die damals entstandenen Kataloge der Kräuter und ihrer Wirkungen.

Die Industrialisierung, mit der Möglichkeit Medikamente synthetisch zu produzieren, verdrängte die pflanzlichen Mittel. Sie gerieten mehr und mehr in Vergessenheit. Zwar blieben solche Tausendsassa wie die Kamille immer im Bewusstsein, aber viele ihrer Kollegen kamen erst mit dem zunehmendem Unbehagen an der Schulmedizin wieder in Mode. Inzwischen scheint gegen jedes Zipperlein ein Kraut gewachsen. Grundsätzlich müssen auch pflanzliche Arzneimittel wissenschaftliche Prüfungen durchlaufen und sich in klinischen Tests bewähren. Nur halten viele diesen Prüfungen nicht stand. Hinzu kommt, dass eine Pflanze meist nicht nur eine chemische Verbindung enthält, sondern verschiedene Inhaltsstoffe.


Heilpflanzen bergen auch Risiken in sich:

Zum einen das Allergierisiko. Viele Menschen, die auf Gräser und Pollen allergisch reagieren, müssen bei pflanzlichen Arzneimittel besonders vorsichtig sein. So kann es etwa durch Kreuzreaktionen zum Ausbruch einer Allergie kommen.

Zum anderen birgt jedes wirksame Medikament das Risiko von Nebenwirkungen in sich. Dies gilt natürlich auch für Heilpflanzen. Daher gilt es in der pflanzlichen Medizin ebenso Nutzen und Risiko abzuwägen. Nicht nur weil etwas pflanzlich ist, ist es auch nur gut.

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Autorin: Dr. Susanne Holthausen