Die Kollegen husten und niesen, es ist wieder Erkältungs- und Grippezeit. Mit einem starken Immunsystem sind Sie vor Ansteckung geschützt. Trainieren Sie ihr Immunsystem, indem Sie sich einen Schutzschild aufbauen.

1. Sport
Die Abwehrstoffe im Körper werden zu großen Teilen in den Blutgefäßbahnen transportiert. Je besser also der Körper durchblutet ist, um so schneller gelangen die Kampftruppen an ihren Einsatzort. Sport verbessert das Herz-Kreislaufsystem, vor allem Ausdauersport wie: Walking, Joggen, Skaten, Rad fahren, Schwimmen, Skilanglaufen und Aerobic. Im kalten, nassen Herbstwetter macht es dabei durchaus Sinn, im Fitnessstudio z.B. auf dem Laufband oder Rudergerät zu trainieren - so motiviert man sich leichter, als im nassen Grau draußen zu laufen.

2. Wechselduschen
Durch dieses Temperatur-Immuntraining lernt der Körper, schneller auf Hitze oder Kälte zu reagieren und Schwankungen gesund auszugleichen. Die Dusch-Übung beginnt mit einem sanften warmen Wasserstrahl, drei bis fünf Minuten. Es folgt die kalte Dusche, eine Abschreckung, beginnend an den Beinen bis hin zur Herzgegend. Der Schreck muss nicht länger als einige Sekunden dauern. Wickeln Sie sich anschließend behaglich in den Bademantel.

3. Kneipp-Fußbad gegen Erkältung
Kalte Füße? Zwei große Schüsseln mit Wasser füllen, eine mit heißem und eine mit kaltem. Beide Füße drei Minuten in das heiße Wasser stellen, dann drei Sekunden ins kalte. Vier- bis fünfmal wiederholen. Anschließende Füße nur abtupfen und in warme Socken schlüpfen. Diese Übung können Sie prima abends vor dem TV durchführen oder zum Beispiel im Wellness-Bereich moderner Fitnessclubs wie ELIXIA, die über Fußbecken eigens für diese Anwendungen verfügen.

4. Sauna
Gutes Immuntraining, das auch auf Temperaturwechsel beruht. Anfänger nehmen in der finnischen Sauna eher auf der mittleren Bank Platz. Das Ziel ist, kurz und intensiv zu schwitzen, dabei geht es nicht darum, wer es am längsten aushält: 8 bis 12 Minuten sind genug.



Die Kaltwasser-anwendungen sollte der durchwärmte Körper anschließend kaum spüren. Wer das weniger heiße Dampfbad bevorzugt, darf zwischen 15 und 20 Minuten sitzen bleiben. Sollte aber wissen, dass dies belastender für Herz und Kreislauf ist, als die kurze heiße Sauna. Andererseits macht das Dampfbad müder, was für angespannte und gestresste Menschen von Vorteil sein kann.

5. Essen
Eine gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem auf lange Sicht. Fünfmal am Tag frisches Obst und Gemüse. Diese Formel der Deutschen Gesellschaft für Ernährung hat ihre Gültigkeit und läßt sich nicht durch Vitaminpillen ersetzen. Denn wichtig für das Immunsystem sind, neben Vitaminen und Mineralstoffen, auch die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, also Farb-, Geruchs- und Geschmacksstoffe in Obst und Gemüse, die es nicht in Pillenform gibt. Die besten Abwehrspieler sind die Vitamine C, E und Beta-Carotin (Provitamin A). Da sie so genannte freie Radikale abfangen, entlasten sie das Immunsystem des Körpers bei seiner Arbeit. Unterstützt wird dies vor allem durch die Mineralstoffe Eisen, Selen und Zink.

In diesen Lebensmitteln befinden sich die wertvollen Stoffe: Vitamin C - in Obst und Gemüse, zum Beispiel Zitrusfrüchte, gelbe Paprika, Johannisbeeren, Brokkoli und Kohl, eine Zitrone deckt den Tagesbedarf Vitamin E - in Pflanzenölen, Nüssen und Gemüse, z. B. Haselnüsse und Brokkoli Beta-Carotin - in Obst und Gemüse, z.B. Karotte, Salat und Tomate Eisen - ist aus pflanzlicher Nahrung schlechter verfügbar, als aus Fleisch. Spinat ist ein guter pflanzlicher Eisenlieferant und mit Vitamin C, etwa einem Glas Orangensaft, verbessert sich die Aufnahme Zink - in Rindfleisch, Schweinefleisch, Ei, Milch, Käse und Vollkorn Selen - in Fisch und Meeresfrüchten, 150 Gramm Thunfisch decken 250% des Tagesbedarfs