Gemüse stärkt die Abwehr

Eine vitaminreiche Ernährung ist besonders im Winter wichtig, um die körpereigene Abwehr zu stärken. Nach der Fülle des Angebots in den Sommermonaten mag es nicht so scheinen, doch auch im Winter ist frisches Gemüse aus heimischem Freilandanbau im Angebot. Typische Wintergemüse wie Rosen- und Grünkohl schmecken sogar erst nach dem ersten Frost richtig gut.

Neben den vitaminreichen Kohlgemüsen, die zum Teil den ganzen Winter über frisch geerntet werden, sind derzeit noch eine Reihe anderer Sorten auf dem Markt: Rote Bete, Teltower Rübchen, Steckrüben und Pastinaken. Diese oft wenig bekannten Sorten bieten einiges an Vitaminen und Mineralstoffen. Rote Beete besticht durch einen reichen Gehalt an Eisen und Kalium. Wenige Gramm an Steckrüben können den Tagesbedarf an Vitamin C abdecken, außerdem stecken in ihnen viel Vitamin E, Kalium und Magnesium. Aber auch die klassischen Nahrungsmittel wie Grünkohl, Feldsalat und Chicoreé enthalten weit mehr Eisen als Schweinefleisch und punkten darüber hinaus mit wichtigen Ballaststoffen und einem hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Jetzt gibt es Kritiker, die Kohl ablehnen, weil sein Genuss zu Blähungen führen kann. Ein kleiner, aber folgenreicher Trick: Das Mitkochen einiger ganzer oder gemahlener Kümmelkörner wirkt dem wunderbar entgegen.
Gemüse aus der Tiefkühltruhe ist übrigens ein guter Ersatz und teilweise sogar billiger. Normalerweise wird es direkt nach der Ernte blanchiert und dann schockgefroren. Dadurch bleiben Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Einzig das Vitamin C reduziert sich bei dieser Methode um rund ein Drittel. Aber genau das passiert bei frischem Gemüse auch, wenn es drei Tage lang bei Zimmertemperatur gelagert wird.
Es gibt eigentlich nur ein Vitamin, das knapp werden kann, Vitamin D. Früher quälte man die Leute mit Lebertran, heute leisten Champignons, Butter, Eier und Fisch den Ausgleich.

Über die Erntezeiten der verschiedenen Wintergemüse informiert der "Saisonkalender für Obst und Gemüse". Er kann unter www.verbraucher.org bestellt werden.

Nicht nur zur Weihnachtszeit ein Genuss - die Nuss

Nüsse spenden Kraft – das schätzten schon unsere Vorfahren.

Viele schreckt bei diesen „Früchten“ der Kalorienreichtum ab, doch bei dieser Überlegung sollte niemand an die drohenden Hüftringe denken, sondern lieber an die Nährstoffe. Gerade in den Wintermonaten braucht man diese kulinarischen Kraftspender: Sie stärken das vegetative Nervensystem, das Herz und senken das Cholesterin. Nüsse strotzen vor Vitamin E, welches die Zellen schützt und das Immunsystem. Und um nochmal auf die Fette zurückzukehren: Es stimmt nicht, dass Nüsse dick machen. Im Gegenteil, der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte aus (besonders Haselnuss und Macadamia). 
Dies alles trifft natürlich nur zu, wenn man die Nüsse pur verzehrt und nicht versüßt genießt, in Form von Lebkuchen oder Keksen. Gehackt, geraspelt und geröstet gehen viele der Nährstoffe verloren. Darum die Nüsse lieber in der Schale kaufen und frisch knacken, dann liefern sie reichlich Eiweiß (speziell die Paranuss), viele Vitamine und Mineralstoffe.
Aus der Vielzahl an verschiedenen Nussarten kann man nach Belieben wählen: von der Erdnuss, über die Hasel- und Kokosnuss bis hin zu Pistazien und Mandeln.
Die Erntezeit der Nüsse fällt vielfach in die Zeit zwischen Oktober und Januar. Dies ist wohl auch ein Grund dafür, dass gerade zur Weihnachtszeit diese „Früchte“ Hochkonjunktur haben. Denn Apfel, Nuss und Mandelkern essen nicht nur alle Kinder gern.