Sie sind ein richtiges Energiebündel, haben Kraft, keuchenden Husten und triefende Nasen kennen Sie nur aus der Werbung? Dann herzlichen Dank an Ihr riesiges Heer von Abwehrzellen, das unermüdlich ihren Körper überwacht und bösen Eindringlingen wie Viren oder Bakterien keine Chance gibt. Doch das Immunsystem ist anfällig: Falsche Ernährung, eine angeschlagene Darmflora, die körperliche Fitness sowie die Psyche – alles Faktoren, die seine Stabilität beeinflussen können. Dabei ist es so einfach, die Initiative zu ergreifen.

Wer sich mit Impfungen gegen einige schwere Infektionen gewappnet hat, darf sich zwar sicherer fühlen, Schnupfen, Bronchitis oder andere lästige Übel drohen trotzdem. Statt in der Apotheke massenhaft Vorsorge-Präparaten zu kaufen, sind folgende Verhaltensregeln wirksamer und preiswerter. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Salat deckt den Vitaminbedarf. Brausetabs aus Drogerien sind dabei überflüssig. Denn dass hoch dosiertes Vitamin C Infektionen verhütet, konnte bisher wissenschaftlich noch nicht belegt werden. 

Zusätzlich zu den Vitaminen sollten dem Körper regelmäßig Mineralstoffe zugeführt werden. Fleisch, Brot und Hülsenfrüchte enthalten Eisen und das unterstützt die Abwehrzellen bei der Bekämpfung von Krankheitserregern und Fremdstoffen. Ein Mangel an Zink führt zu verzögerter Wundheilung und Betroffene leiden länger unter Infekten. Gegenmittel sind der Genuss von Schalentieren, Fischen und Vollkornprodukten.

Um sein Immunsystem zu stählen, kann man sich mit verschiedensten Methoden abhärten. Saunagänge, Wechselduschen, Kneippkuren wirken positiv auf die Kreislaufregulation. Die Durchblutung von Haut und Organen wird verbessert. So gelangen mehr Abwehrzellen bis zu den Schleimhäuten der Nase und dem Rachen, die besonders heftig und oft von Erregern attackiert werden.

Sehr günstig für die körperliche Verfassung und dessen Immunsystem ist Bewegung. Dabei sollte jedoch nicht übertrieben werden. Sich einmal pro Woche völlig zu verausgaben, ist eher schädlich, lieber regelmäßig und mäßig: Lange Spaziergänge, Wandern, Radfahren oder Schwimmen sind geeignete Ertüchtigungen.

Damit unser Körper gesund bleibt, braucht er dringend Ruhe. Die stressfreien Phasen sollen seine Schutztruppen wieder in Form bringen. Wer sich genug Schlaf gönnt, stärkt seine Abwehr. Und Stress ist sowieso Gift. Autogenes Training und Yoga helfen wunderbar gegen diesen Faktor und stärken das Bewusstsein.

Schließlich gibt es noch so genannte Immunstimulanzien wie Echinacea, Extrakte aus der Arnikawurzel oder Lebensbaumkraut. Sie regen die Abwehrkräfte an.