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Kein Getränk - mit Ausnahme von Wasser - wird weltweit so häufig getrunken wie Tee. Von China nach England, von Indien bis Russland hat das Heißgetränk ganze Kulturen geprägt. Das Besondere am Tee ist seine jahrtausendealte Tradition und Geschichte, die ihn umgibt und das feine Getränk bis heute zu einem gesellschaftlichen Erlebnis macht.

Von China nach England
In China gilt der chinesische Kaiser Shen-Nung als Entdecker des Tees (3000 Jahre vor Christus). Seither hat das Getränk die chinesische Kultur maßgeblich beeinflusst. Buddhistische Mönche, Künstler, Gelehrte und Staatsmänner - sie alle haben zur Bedeutung des Getränks beigetragen. Tee war schon im alten China ein Zeichen von Freundschaft und Geselligkeit. Ein Schüler des Philosophen Laotse soll den Brauch ins Leben gerufen haben, dem Gast als Willkommensgruß eine Schale Tee anzubieten. Viele Poeten machten den Tee zum Gegenstand ihrer Werke. Einer von ihnen war der taoistische Dichter Lo Tung, der Ende des 8. Jahrhunderts lebte. Er gilt als einer der ersten Teemeister. Sein Tagesablauf wurde durch die Dichtkunst und die Zubereitung von Tee bestimmt. Während der Tang-Dynastie entwickelte sich das Getränk zum regelrechten Kultobjekt für Freunde des feinen Geschmacks. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Tee in China zum täglichen Getränk. Der Brauch, Gästen eine Tasse Tee anzubieten, wurde sowohl in Privathaushalten als auch in Geschäften und Hotels zelebriert. In den großen Städten entwickelten sich Teehäuser, die bereits in den frühen Morgenstunden öffneten.

Japan: von der Zeremonie zum Bubble Tea
Neben der traditionellen japanischen Teezeremonie hat sich in Japan in den letzten Jahren ein neuer Trend des Teekonsums abgezeichnet: "Bubble Tea" - verschiedene Tees werden mit kleinen, süßen Tapiokakügelchen angereichert. Diese sind meist durchsichtig, können aber auch schwarz oder weiß gefärbt sein. Erfunden wurde der "Bubble Tea" in den 1980er Jahren in Taiwan und verbreitete sich von dort in asiatischen Großstädten wie Hong Kong oder Singapur. In Tokio trinken die Jugendlichen heute in modernen Tea Shops ihren "Bubble Tea". Und auch in den USA hat sich das "In"-Getränk durchgesetzt: In Kalifornien gibt es bereits Hunderte von Shops, in San Francisco, Los Angeles, Las Vegas, Seattle und New York kann man sich seinen individuellen "Bubble Tea" zusammenstellen. Die Auswahl ist riesig: ob warm oder kalt, ob auf Schwarz-, Grün- oder Früchteteebasis, ob kleine oder große Kügelchen - die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Serviert wird das beliebte Getränk in Plastikbechern mit einem langen dicken Strohhalm.

Deutschland: Kluntje un Room oder
Tea to go
In Deutschland war Tee schon Anfang
des 18. Jahrhunderts das bevorzugte
Getränk in den Berliner Salons. Im Laufe
der Jahre entstanden die so genannten literarischen Teetische. Auch Johann Wolfgang von Goethe lud regelmäßig zum "großen Tee" ein. Besonders beliebt war das aromatische Getränk im Nordsee-Küstengebiet sowie in Bremen und Hamburg. In Ostfriesland, wo nach wie vor der meiste Tee in Deutschland getrunken wird, hat sich an der traditionellen Zubereitungsart bis heute nichts geändert: Der Tee wird mit frischem, sprudelnd heißem Wasser übergossen und zieht maximal fünf Minuten. In die noch leere Tasse kommt zunächst ein Stück "Kluntje" (Kandis). Anschließend wird die Tasse zu dreiviertel mit Tee gefüllt. Da der klassische Ostfriesen-Tee relativ stark ist, gibt man etwas "Room" (Sahne) dazu. Der Ostfriese lässt dabei den Rahm ringförmig am Tassenrand entlang in den Tee gleiten. Dabei entwickelt sich ein zartes, weißes Wölkchen. Neben dieser traditionellen Art des Tee-Genusses zeichnet sich zunehmend der Trend zum "Tea to go" - heißer Tee-Genuss für unterwegs - ab. So hat in München bereits der erste Tea Shop eröffnet: "The Victorian House" bietet seinen Gästen neben Teegenuss im Restaurant auch "Tea to go" an. Aber auch die berühmte Teatime lebt wieder auf: Renommierte Hotels wie das "Vier Jahreszeiten" in Hamburg oder das "Steigenberger" in Frankfurt zelebrieren die klassische Teatime auf höchstem Niveau.


Indien: Gesalzener Tee mit Ziegenmilch
Die indische Bevölkerung schwört auf "Masala Chai". Diese traditionelle Zubereitungsart steht für den indischen Way of Life. Immer und überall kommt der Tee zum Einsatz, ob als Durstlöscher oder kleine Zwischenmahlzeit. Bei der klassischen Rezeptur kommen zum schwarzen Tee Gewürze wie Kardamom, Ingwer, Zimt, Nelken, Fenchel und Anis. Ursprünglich stammt das Rezept aus der ayurvedischen Gesundheitslehre, in der diese Gewürze ihren festen Platz haben. Auch in Deutschland ist Chai-Tee inzwischen zum regelrechten Trendgetränk avanciert.
Eine für den europäischen Gaumen eher ungewöhnliche Art, den Tee zu trinken, zelebrieren Bewohner der Himalaya-Region: Hier bekommen Reisende von den Hirten zum Beispiel häufig eine Tasse gesalzenen Tee gereicht, der mit Ziegenmilch angereichert ist.

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