Der Zustand der Haut ist abhängig vom Lebensalter und von den äußeren Umständen. Während bei "Jüngeren" von Natur aus eine Schutzhülle aus hohen Feuchtigkeitsgehalt besteht, leiden diejenigen mit zunehmenden Alter unter Trockenheit. Kommen dann auch noch äußere Faktoren wie Hitze, Kälte, UV-Strahlen und Heizungsluft hinzu, wird sie nachhaltig beeinflusst.

Die Haut braucht einen zuverlässigen Kälteschutz. Den bekommt sie von einer reichhaltigen Creme, die Feuchtigkeit bindet, das Asutrocknen und Auskühlen verhindert. Inhaltsstoffe wie Bio-Hyaluronsäure oder Harnstoffe ("Uera") bindet Feuchtigkeit, Sophora-Japonica-Wurzelextrakt verbessert die Elastizität. ATP gibt Energie.
In Winter ist besonders darauf zu achten, dass die Haut nicht zuviel Feuchtigkeit verliert. Besonders geeignet als Sofortmaßnahme sind Masken, mit deren Hilfe der Haut in kurzer Zeit ein Höchstmaß an Feuchtigkeit zugeführt wird. Außerdem ist eine Foundation ein optimaler zusätzlicher Kälteschutz und hat einen kosmetischen Aspekt: sie macht aus einer blassen, fleckigen Winterhaut einen seidigen, ebenmäßigen Teint.

Auch die Lippen, eine besonders empfindliche Zone, müssen in der kalten Jahreszeit noch mehr geschützt werden. Dem Wechselspiel zwischen kalter und warmer Luft sollte durch Fettstifte getrotzt werden. So sind raue, rissige Hände für viele ständige Begleiter in den kalten Monaten. Also nicht vergessen, diese einzucremen - hier empfiehlt sich ein Produkt mit norwegischer Formel (Neutrogena), darin steckt ein hoher Anteil an Glyzerin. Und Schutz durch Handschuhe.

Spaziergänge in der tief stehenden, blendenen Wintersonne oder Ausflügen auf die Skipisten sollten nicht ohne einen Schutz mit hohem Lichtschutzfaktor unternommen werden. Schließlich nimmt die UVB-Strahlung pro 1000 Höhenmeter um 20 Prozent zu, die Reflektion kann die Einwirkung um 90 Prozent verstärken. Finger weg von den Sommer-Cremen, sie enthalten zu wenig Fett und haben keinen Kälteschutz.
Wer sich jedoch viel in geschlossenen Räumen aufhält, Heizungsluft voll ausgesetzt ist, sollte nicht zu viel Fett auftragen. Hier kann man der Trockenheit sehr gut entgegentreten, indem die Haut von innen mit genügend Feuchtigkeit versorgt wird - viel trinken. Wasser oder Kräutertees eignen sich dafür am besten.

Doch nicht nur die Wetterverhältnisse können unserer Haut schaden. Zu häufiges Waschen, heißes Baden und Duschen trocknet sie aus und entzieht ihr viel Fett. Lieber Warmduschen und wenn baden, dann mit einem pflegenden Öl. Der trockenen Haut mangelt es in den obersten Schichten an Feuchtigkeit und Fettstoffen (Lipiden). Sie sollen die oberste Hornschicht zusammenhalten. Fehlen sie, dann wird die Oberfläche rau, glanzlos und die Geschmeidigkeit ist passé. Das ist kein Einzelphänomen, Millionen von Menschen leiden darunter. Laut Ärzten liegt die Ursache an einer verminderten Talgproduktion, sowie mangelnder wasserbindender Stoffen. Die Folge: die Barrierefunktion der Haut ist gestört, die Feuchtigkeit verdunstet leichter an der Hornschicht, Schadstoffe dringen leichter ein und reizen.

Was kann man nun tun, um all dies zu verhindern? Allgemein ist es am besten Reinigungsmittel mit rückfettenden Substanzen zu verwenden. WEr damit sparsam umgeht, schützt seine Haut vor zusätzlicher Austrocknung. Hilfreiche Inhaltstoffe sind Vitamin C und E, sie aktivieren die Zellerneuerung und wirken unterstützend gegen trockene Stellen. Die größte Pflege-Wirkung erzielt man unmittelbar nach der Reinigung. Wer dies regelmäßig mit den richtigen Mitteln tut, wird schnell merken, wie sich das Erscheinungsbild verbessert. Sehr gut bei trockener Haut helfen so genannte Wasser-in-Öl-Emulsionen mit ausreichenden Fettanteil. Nicht zu verwechseln mit den Öl-in-Wasser-Emulsionen (Feuchtigkeitscremen), deren Wirkung meist nicht lange anhält. Aus welchen Stoffen eine Creme besteht, erkennt man an der Konsistenz: ölige sind fester und griffiger, wasserhaltige sind leichter und milchiger.
Die Pflege immer gut einziehen lassen, bevor man nach draußen geht, sonst erfriert die Haut.

Ganz wichtig treten bereits wenige Stunden nach dem Auftragen erneut Juckreiz oder Spannungen auf, dann ist die Pflege nicht ausreichend und ein geeignetes Mittel muss gefunden werden. Bevor die umfangreiche Palette ausprobiert wird, sollte sich derjenige besser Rat bei einem Hautarzt holen.