Es ist einer der wenigen Momente, in denen sie das Tempo kurz rausnimmt. Zögert. Nachdenkt. Die Frage noch mal wiederholt: "Ich, eine Feministin?" Theoretische Debatten, bei denen am Ende nichts rauskommt, sind nicht so ihr Ding. Dann sagt sie: "Feministin, meinetwegen. Aber darum geht es mir nicht." Schon ist er wieder vorüber, dieser flüchtige Moment des Innehaltens. Es geht weiter in hohem Tempo, anders kann sie offenbar nicht: "Ich habe eine Vision, und die heißt: neue Dinge umsetzen." Realisieren sei das Ziel – und nicht die Innovation, die später im Museum steht. "Die ist mir wurscht." Dann klingelt schon wieder ihr Telefon.