Was hatten die Frauen nicht schon unternommen, um das Wahlrecht zu bekommen: Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, unerschrockene Kämpferinnen für das Stimmrecht, richteten 1906 und 1915 eine Petition an den Reichstag. Der Bund Deutscher Frauenvereine veröffentlichte 1917 eine Denkschrift zum Thema. Und als Anfang Oktober 1918 die Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts in Preußen ausschließlich für Männer geplant wurde, schrieben sozialistische und bürgerliche Frauenvereine gemeinsam einen wütenden Protestbrief an Reichskanzler Max von Baden und stellten am 8. November einen Initiativantrag zur Einführung des Frauenwahlrechts an den Reichstag. All das blieb ohne sichtbaren Erfolg. Dann kam die Revolution.