Im Sommer 1939 fährt Dr. Karl Brandt von Berlin nach Leipzig. Hitlers Leibarzt ist in einer "geheimen Reichssache" unterwegs und soll über Leben und Tod entscheiden. Sein Ziel ist die Universitätskinderklinik Leipzig. Dort liegt ein Säugling, der blind und mit schweren Schädigungen geboren wurde. Der Vater oder ein anderer naher Verwandter hat sich direkt an Hitler gewandt und um Erlaubnis gebeten, das Kind töten zu lassen. Als Hitler die Fotos und Dokumente des Kindes sieht, schickt er seinen Begleitarzt los – mit dem Auftrag, die Angaben zu prüfen und, wie Brandt in seinem Notizbuch schreibt, "die Eu sofort durchzuführen".