Deutschlandkarte: Unübersetzbare Dialektbegriffe

Um das bayerische Wort "Rammel" ins Hochdeutsche zu übersetzen, muss man ausholen: Es bezeichnet den Schmutzrand um den Mund nach dem Essen. Aber was bedeutet "Huddel"?
Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 22/2014

In der Sprache der Inuit gibt es Wörter, die man nicht in einem Wort ins Deutsche übersetzen kann (zum Beispiel iktsuarpok, ungefähr: das Gefühl, es könnte ein Besucher kommen, das einen aus dem Fenster schauen lässt). Und in der deutschen Sprache gibt es Wörter, die keine präzise Entsprechung in Fremdsprachen finden (Fernweh, zum Beispiel). Auch manche Dialektbegriffe sind so eigen, dass sie sich unmöglich knapp ins Hochdeutsche übersetzen lassen. Man muss schon ein bisschen ausholen, um ihrem Sinn nahe zu kommen. Dafür sind auf der Karte ein paar Beispiele genannt, natürlich nicht alle. Einige dieser Unübersetzbarkeiten spiegeln vielleicht auch die Mentalität (oder das Selbstbild) der Bewohner wider. So kann es kein Zufall sein, dass man in Baden-Württemberg das Käpsele kennt, das mit Schlaukopf nur unzureichend übersetzt wäre. Oft sind diese Begriffe gerade deshalb so beliebt, weil sie den Hochdeutschsprecher rätseln lassen. Sie werden, würde der Saarländer sagen, grad seläätz verwandt.

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