Angela Merkel "Von mir konnte sie nie die Finger lassen. Immer fummelte sie an mir rum."

© Sean Gallup/Getty Images
Eigentlich ein normaler Vorgang: Anfang Mai tauschte Angela Merkel ihr Nokia-Handy gegen ein Blackberry aus. Aber was ist schon normal, wenn man jahrelang das wichtigste Handy der Republik war? Hier meldet es sich zurück. Von
ZEITmagazin Nr. 26/2014

Nein, es ist nicht der Friedrich-Merz-Blues und auch nicht die Norbert-Röttgen-Depression. Mir geht es wirklich mies, viel schlechter, als es den beiden je ging. Okay, natürlich kann ich jetzt nachempfinden, wie sich der Merz gefühlt haben muss, als er damals, nachdem der Stoiber die Bundestagswahl 2002 vergeigt hatte, den Vorsitz der Unionsfraktion für sie räumen musste. Und auch was der Röttgen empfand, als sie ihn vor gut zwei Jahren als Umweltminister feuerte, ist mir nicht mehr fremd. Aussortiert und weggelegt – das wurde ich jetzt ja auch. Und zwar in einem sehr viel direkteren Sinn als der Lange aus dem Sauerland und der Oberschlaue vom Rhein. Aber einen gravierenden Unterschied zu diesen und zu allen anderen Aussortierten und Weggelegten, die ihren Weg säumen, darf man nie vergessen: Mich hat am wirklich gemocht! Um nicht zu sagen: geliebt. So wie am halt liebt, mit dem Kopf.

Meine Tasten sind vergleichsweise groß, was meine Ex-Chefin besonders an mir mochte, da sie, unter uns, feinmotorisch nie zu den Geschicktesten zählte.
Merkels Handy

Trotzdem: Von mir konnte am auch die Finger nie lassen. Weder morgens noch abends, nicht wochentags im Kanzleramt, wenn sie Deutschland regierte, nicht am Wochenende in der Uckermark, wenn sie Unkraut jätete. Immer fummelte sie an mir rum. Selbst bei den wichtigsten Plenardebatten im Bundestag hatte sie oft nur Augen für mich. Und ich danach stets ihr Ohr. "am" – so hat sie ihre SMS immer beendet, und sie sendete viele, sehr viele, unendlich viele. Und ich hatte den ganzen Stress. Kurz und schnell, so ging das bei ihr pausenlos. Allein rund 70 Nachrichten erhält sie täglich aus dem Bundespresseamt zugeschickt. In einem eigenen Kanzlerinnen-Paket. Nur wenn sie im Urlaub war, konnte ich mich mal ein bisschen erholen. Bevor sie etwa in Sulden in Südtirol aufs Ortlermassiv hochstapfte, meldete sie sich stets brav bei der Stallwache in Berlin ab: "Jetzt bin ich ein paar Stunden nicht erreichbar. Viele Grüße, am" – und ich hatte meine Ruhe! Bis sie vom Berg runterkam. Dann musste ich wieder ran, ich, ihr Herrschaftsinstrument.

Wie wird mir mein unermüdlicher Einsatz gedankt, meine ständige Verfügbarkeit, mein Senden und Empfangen für Deutschland, gegen die Finanzkrise, für den Welt- und, wichtiger noch, für den Koalitionsfrieden? Gar nicht! Nur weil ich nicht den neusten Verschlüsselungschip von Secusmart besitze! Nur weil ich keine BSI-zertifizierte Secusuite-Lösung anbiete, mit der man wahlweise zwischen privat und geschäftlich hin- und herschalten kann oder ganze Seiten in Fachmagazinen mit Nerd-Chinesisch zukleckern darf! Kurz: Nur weil ich nicht so abhörsicher und so pseudomodern bin wie dieses ach so smarte Blackberry Z10, dieses Hochsicherheits-Krypto-Ding, hat am mit mir den Merz gemacht! Mich zum Röttgen geschickt – und zum Roland Koch gleich mit. Das wird sie noch bereuen. Wenn sie es nicht schon tut.

Doch zunächst einmal möchte ich mich offiziell vorstellen. Selbst wenn das gar nicht nötig ist, da mich ja die Leute schon aus dem Fernsehen und den Zeitungen kennen. Aber sei’s drum: Mein Name ist Nokia 6210 Navigator, ich bin männlich – sonst hieße ich ja Navigatorin und wäre weniger weinerlich –, messe 10 mal 5 Zentimeter, bin 1,5 Zentimeter dünn, passe in jede Jackentasche und habe einen der längsten Adressenspeicher der Republik.

Meine Tasten sind vergleichsweise groß, was meine Ex-Chefin besonders an mir mochte, da sie, unter uns, feinmotorisch nie zu den Geschicktesten zählte. Fünf Jahre lang habe ich am gedient, fünf Jahre lang war ich ganz nah an ihr dran, ihr engster Bodyguard. Meine Nummer, die mit 0173 beginnt, habe ich von meinem Vorgänger bekommen – und Anfang Mai mit in den Ruhestand genommen. Seitdem liege ich nur noch so rum. Welch Verschwendung, bei meinem Wissen.

Das mit dem Bosbach wäre mir zum Beispiel nie passiert, nie und nimmer. Neulich, diese Handy-Nummer da bei Jauch, als der Wolfgang mal wieder wichtig sein wollte. Beim Promi-Wer wird Millionär? wusste er nicht, was die DDR-Kult-Waschmaschine WM66 noch konnte außer schlecht waschen – und prahlte damit, am als Telefonjoker ziehen zu können. Seht her, sollte das heißen, ich besitze die begehrteste Handynummer der Republik, von der mächtigsten Frau Europas, ich gehöre zu den Auserwählten, ich bin wichtig. am kann das Prahlen mit der Nähe zu ihr in etwa so gut leiden wie Putins Hunde. am schätzt Verschwiegenheit. Das ist der Grund, weshalb der Bosbach auch nicht Minister, sondern Talkshowgast geworden ist. Das weiß ich, da können Sie sicher sein, ganz genau.

Ihr neues Handy scheint ihr nicht so recht zu gefallen. Diese komischen Krypto-Handys hat sie ja früher schon besessen, aber immer nur mich benutzt. Weil ich so schön einfach bin.
Merkels Handy

Als Bosbach nun öffentlich bei A. Merkel, wie am in seinem Handy heißt, anrief, passierte – nichts. Keine A. Merkel da, niemand ging ran. Ha! Da war das ach so tolle Blackberry wohl nicht smart genug, Regel Nr. 1 für alle Kanzlerinnenhandys zu befolgen: Sei nah genug dran, damit am das Klingeln hört. Hightech-Krypto-Versager!

Diese nachgeschobenen SMS: "Ich konnte nicht rangehen. Was gibt’s denn?" Und: "Ok was auch immer es war herzliche grüße am" – das ist doch weit unter Niveau, vor allem die zweite Nachricht. Normalerweise simst am Schriftdeutsch. Dieses hingehuschte Kleingeschreibsel ohne Interpunktion zeigt doch, wie sehr sie noch fremdelt mit diesem No-Abhör-Teil, wie schnell sie es wieder loswerden will. Hoffentlich nimmt Deutschland keinen Schaden, wenn am künftig schludrig simst.

Wahrscheinlich vermisst sie mich schon.

Ich war jedenfalls immer nah an der Frau, mich zog sie einfach aus einer Tasche ihrer Blazer heraus, die sie in der munteren Farbpalette der Edition Suhrkamp besitzt. Passte gut zu meinem dezenten Grauschwarz. Oder sie friemelte mich aus jenem berühmten orangenen Shopper von Longchamp hervor, mit dem sie und ich durch die Finanzkrise tingelten, von Gipfel zu Gipfel. In der 300-Euro-Handtasche für Leute, die modisch nicht weiter auffallen wollen, begegnete ich zwar regelmäßig zerzausten Arbeitsunterlagen und einem iPad. Aber eigentlich brauchte am nur eins, um die Finanzkrise zu bewältigen: mich.

Dass ich, bei aller Bescheidenheit der Kanzlerin, nach wie vor wichtig bin, steht vollkommen außer Frage. Das beweist nicht nur die Erhöhung meines Renteneintrittsalters auf 60 Monate. An wen wollte denn die NSA die ganze Zeit ran? Für wen hat sie dieses ganze Bohei da veranstaltet auf dem Dach der amerikanischen Botschaft? Mit all den Sichtblenden und potemkinschen Aufbauten, hinter denen die Ami-Spione ihre Abhöranlagen versteckten? Und für wen haben sie extra eine Truppe mit dem Namen Special Collection Service (SCS) in die Botschaft geschleust? Natürlich für mich – an mich wollten sie ran, mich, den guten alten Navigator!

Gut, die NSA-Jungs haben auch die anderen 63 Millionen deutschen Handybesitzer abgehört. Aber das zählt ja nicht, das ist sogar amtlich. Schließlich untersucht unser ranghöchster Ermittler, der Generalbundesanwalt, ja nur meinen Fall. Da will er ganz genau wissen, wer mir wann was, wie und wieso angetan hat. Die anderen 63 Millionen interessieren niemanden, zumindest keine offizielle Stelle in Deutschland. In den USA schon.

"Wie sie mit der linken Hand Annette Schavan am Oberarm antippt, mich mit der rechten an sie weiterreicht." © AFP/Johannes Eisele

An am habe ich immer geschätzt, wie effektiv wir miteinander umgegangen sind, zwei Profis halt. Nie hat sie mit mir getwittert wie dieser Zwitscherjunkie Peter Altmaier, nie hat sie mit mir zwischendurch mal Karten gespielt wie der Wolfgang Schäuble. Und gesurft ist sie mit mir allerhöchstens mal zu Spiegel Online und Bild.de oder hat mal schnell die Aktienkurse gecheckt und natürlich auch die Zinssätze der Euro-Krisen-Länder. Sie ist halt ganz Kopf.

Einmal hat sie gesagt, das Wichtigste an der digitalen Welt sei für sie, schnell auf Informationen zugreifen zu können. Wenn sie etwa am Wochenende in ihrem Haus in der Uckermark am Frühstückstisch sitze und über eine Reise nach Kanton in China nachdenke, schaue sie schnell mal im Internet nach, welche Städte da in der Nähe seien, und lese dann halt alles über die Gegend gleich mit. Allerdings musste sie manchmal dafür auf die Treppe gehen – der Empfang in Hohenwalde ist so schlecht.

Prinzipiell hat am – zumindest zu meiner Zeit – immer auch sehr skeptisch auf das Internet geschaut. Wenn die Leute alles schnell nachschauen könnten, würden sie immer weniger dauerhaft im Kopf behalten – so sieht sie das wohl immer noch. Bei mir hat sie gern mal ihren alten Mathematik-Professor zitiert: "Wenn Sie gar nichts mehr wissen, womit wollen Sie dann denken?" Und genau deshalb ist am, unter uns gesagt, privat auch zuweilen ein bisschen anstrengend. Sie will halt immer, auch in ihrer Freizeit, ganz viel wissen, damit sie was zum Denken hat. Immer nur Ratio, immer nur Kopf – die Kanzlerin hat halt am inside .

Das zeigt sich allein schon an der Länge ihrer SMS, vielmehr: an deren Kürze. Früher durften SMS ja nie länger als 160 Zeichen sein – bei am gilt das heute noch. Kurz, prägnant, auf den Punkt: So mag sie es am liebsten, so simst sie. Egal, ob Anweisungen, Nach- oder Anfragen: am schätzt am message service vor allem das short. Lange Vorreden, dieses "Frau Bundeskanzlerin"-Geschwafel, das "Wie geht’s"-Getue – all das hasst sie. Als Wissenschaftlerin war es ihr oberstes Ziel, nie redundant zu sein, nichts zweimal zu machen. Sagen, was ist, und "herzliche Grüße, am", mehr braucht sie nicht. Außer vielleicht noch den Smiley, Doppelpunkt und rechte Klammer. Den :) hat sie recht spät für sich entdeckt. Als sie merkte, dass die Empfänger bei einer Kanzlerin immer alles wörtlich nehmen, selbst das, was sie spaßig meint.

am war einer der ersten Regierungschefs, die öffentlich an meinen Vorgängermodellen rummachten. Helmut Kohl hat womöglich jemand mal erzählt, dass es uns Handys schon zu seiner Zeit gab, Gerhard Schröder, dieser digital naive, war stolz darauf, uns nicht zu besitzen. am ging hingegen von Anfang an ganz unverkrampft mit uns um, das heißt, sofern ihr das gelang, das Unverkrampfte, rein körperlich. Sie hat zwar Daumen, die schneller tippen als Teenagerfinger; aber wenn sie mich in den Händen hielt, sah das schon komisch aus. Wie eine Vierjährige, die versucht, ein Hexensplitter, das Nogger der DDR, auszupacken.

Dem Bosbach suggerieren, er sei wichtig, den Westerwelle glauben lassen, er bekäme seinen Willen, den Rösler trösten – all das tippte am in mich hinein, ohne mich dauernd anzuschauen.
Merkels Handy

Weil es so viele Bilder von am und mir gibt, denken die Leute, wir zwei ganz allein, am und ich, disziplinieren die CDU, regieren Deutschland, stoppen die Euro-Krise und bringen Putin zur Räson. Um mal ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern: Das ist ein Mythos. Einer, der mir, das muss ich hier dann doch mal einräumen, ein wenig schmeichelt.

Natürlich hatten am und ich die Partei und das Land stets ganz allein im Griff. Dem Bosbach suggerieren, er sei wichtig, den Westerwelle glauben lassen, er bekäme seinen Willen, den Rösler trösten, den Genossen klarmachen, dass am ihr Programm auch ohne sie durchsetzt – all das tippte am in mich hinein, ohne mich dauernd anzuschauen. Aber wenn es wichtig wurde (das tut mir immer noch ein bisschen weh), wenn es wirklich wichtig wurde, war ich ihr plötzlich nicht mehr gut genug, da ließ sie mich einfach liegen, egal ob links oder rechts. Das hatte zwei Gründe: Zum einen fand sie es ungehörig, mal eben den Obama oder auch den Hollande so anzumorsen, als seien sie ein gewöhnlicher Pofalla oder Gröhe. Gut, sie mag weder Obama noch Hollande besonders, aber immerhin sind sie Präsidenten, und da achtet am schon drauf. Und zum anderen möchte am, dass die Mächtigen in wichtigen Dingen in ihrer Muttersprache sprechen – und das muss dann übersetzt werden. Es kommt ihr dann auf Genauigkeit an, auf Details, auf ganz bestimmte Formulierungen. Da ist am pingelig, man kann auch sagen: gewissenhaft. Also redet sie über das abhörsichere Festnetz im Kanzleramt. Ich weiß viel – doch ich weiß nicht alles. Das dürfen Sie aber nicht weitertratschen, das schadet meinem Ruf.

Zwei Dinge weiß ich aber besser als alle anderen: die Wahrheit im Gabriel-Gate – und die über Guttenbergs Abtritt. Zu Gabriel-Gate kam es, Sie erinnern sich vielleicht, als der SPD-Chef am, also mir, nach dem Rücktritt von Horst Köhler eine SMS schickte, in der er länglich anbot, Joachim Gauck als gemeinsamen Kandidaten von SPD, Grünen, der FDP und der Union für das Amt des Bundespräsidenten zu nominieren. am antwortete mit "Danke fuer die Info und Herzliche Grüße am" – und entschied sich für Christian Wulff. Kurz darauf veröffentlichten mehrere Zeitungen den SMS-Verkehr. Da war am so sauer, so sauer habe ich sie selten erlebt. Eine Vertraulichkeit öffentlich machen – das ist die Ursünde am Hofe am. Über Monate hat sie mit dem Gabriel nicht mehr gesimst und nicht mehr telefoniert. Bis er ihr zum Tode ihres Vaters schrieb, einen Brief allerdings. Ich weiß zwar nicht genau, was da drinstand – woher auch? –, aber der Gabriel muss wohl ziemlich einfühlsam formuliert haben. Jedenfalls simsen sie seitdem noch mehr als früher, vor allem seit sie miteinander regieren. Und da Gabriel nicht mehr ausquatscht, worüber, halt auch ich meinen Speicher.

Kommen wir zu meinem wohl berühmtesten Auftritt, dem vom 1. März 2011, auf der Cebit in Hannover. Wer ihn verpasst hat, kann ihn auf YouTube in Superzeitlupe noch einmal anschauen. Der Moment, als ich in der Blazertasche piepse und am mich in die Hand nimmt. Wie sie gespannt auf mich schaut und dann sehr leise, sehr zufrieden in sich hineinlächelt. Wie sie dann Rainer Brüderle den Rücken zudreht, mit ihrer linken Hand Annette Schavan am Oberarm antippt, mich mit der rechten an sie weiterreicht. Wie Schavan, am nennt sie Annette, mich vorsichtig übernimmt, einige Sekunden lang auf mich draufstarrt, mich an am zurückgibt, sich die beiden kurz, aber intensiv in die Augen schauen, Schavan sich wieder umdreht und genüsslich einmal, nein zweimal vor sich hinschmatzt, während die Kanzlerin nicht mehr die Augen von mir lassen will – ach, war das herrlich, ganz großes Kino!

War das der Moment, als Guttenberg zurücktrat, oder nicht? Neulich habe ich überhört, wie ein Journalist einen engen am- Vertrauten genau nach diesem Moment, dem glücklichsten meines Handyseins, fragte. "Wir haben nie bestätigt, dass es die Nachricht vom Rücktritt Guttenbergs war", sagte der Vertraute – und lächelte ein allwissendes Lächeln. Ich habe das ja auch nie bestätigt. Zumindest nicht so, dass es öffentlich wurde. Mehr will ich dazu nicht sagen. Vielleicht holt am mich ja zurück. Meine Chancen will ich nicht schmälern, indem ich ausplaudere, was sie einst in mich hineingeplaudert hat.

Ihr neues Handy scheint am jedenfalls nicht so recht zu gefallen. Die neue Nummer haben jetzt viel weniger Leute als vorher die alte. Manche meinen ja, die Schwatzhaften habe am gestrichen. Das kann aber nicht sein, sonst hätte Bosbach ja nicht die neue. Ich glaube eher: Sie spart sich die Energie, weil sie ohnehin bald auf mich zurückgreift. Schließlich hat sie diese komischen Krypto-Handys ja früher schon besessen, aber immer nur mich benutzt. Weil ich so schön einfach bin.

Doch eins ist klar: ich komme nur unter einer Bedingung zurück – wenn Steffen Seibert geht. Der Regierungssprecher hat einmal erzählt, wie es war, als am, er und ich gemeinsam zu einem G-20-Gipfel in Seoul gelandet waren. Mehr als eine Stunde lang, auf der gesamten Autofahrt zum Tagungsort, waren wir drei abgeschnitten von der Welt, von allem, was passierte. Dieses verfluchte koreanische Mobilfunknetz war halt kein deutsches. Während ich also vor mich hin suchte, schauten am und Seibert aus dem Fenster hinaus, mehr als 60 Minuten lang. Und was sagte Seibert später über diese handylose Zeit: "War auch mal interessant."

Verräter!

Kommentare

2 Kommentare Kommentieren

Wenn es nicht so traurig wäre,
Weder das Handy noch am verstehen scheinbar den Vertrag, den täglich 550.000 Menschen mit GOOGLE abschließen unbesehen, einfach durchgewinkt.
Dass der BND doch Drohnen-Zielkoordinaten durchgegeben hat, wen schert's. Dass GOOGLE nun fahrerlose Autos plant und sie mit Android versehen will, rührt auch am nicht. Dass da ein Koloss heranwächst und auch noch beliebt ist kümmert gerade mal 10-20 Versprengte. Internet ist Freiheit, dass diese Freiheit Unheil stiftet und erhalten bleiben soll, ist eine Farce. In Russland wird nun Porn zensiert, dass in Indien ein Teil des Volkes aus der Vorzeit erwacht und Hunderte von Frauen vergewaltigt werden, weil das Internet nicht in die "befreiten" Köpfe passt. Liebes Handy von am schreib das doch mal als SMS an am.