© Silvio Knezevic

Wochenmarkt: Hühnersuppe asiatisch

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Aus der Serie: Wochenmarkt ZEITmagazin Nr. 2/2015

Hühnersuppe selbst zu kochen ist für die ältere Generation eine Selbstverständlichkeit. Die Jüngeren können mit diesem Rezept lernen, dass es einen grundlegenden Unterschied zwischen industriell und handwerklich hergestellten Lebensmitteln gibt. Ein Brühwürfel schmeckt nämlich ganz anders als eine Hühnersuppe. Man kann noch nicht einmal sagen: Eine selbst gemachte Hühnersuppe schmeckt viel besser als ein Brühwürfel. Das auch, aber sie schmeckt vor allem einfach anders, so unaufdringlich und fein, wie die Lebensmittelindustrie es niemals hinbekommen wird.

Für die Suppe braucht man einen großen Topf. In den gibt man Hühnerfleisch, Pfeffer, Sternanis, eine Zimtstange, Zucker, Salz, Ingwer, Lauch, Korianderstängel und Chili. Außerdem gießt man 1,2 Liter Wasser hinzu. Das Ganze aufkochen, die Hitze herunterschalten und etwa 1 Stunde lang zugedeckt köcheln lassen. Brühe abseihen, mit Salz abschmecken. Die Haut vom Fleisch entfernen (sie wird nicht mitgegessen), das Fleisch vom Knochen lösen und in mundgerechte Stücke reißen. Nudeln separat gar kochen, abgießen. Spinat putzen, sehr große Blätter zerteilen, blanchieren, abschrecken. Hühnerfleisch, Nudeln und Spinat auf Suppenteller verteilen. Brühe dazugießen. In Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln und gehackte Korianderblätter darüberstreuen.

Hühnersuppe (für 2 bis 3 Personen)

Zutaten - 400 g Hühnchenfleisch (Flügel und Keulen mit Knochen und Haut oder ein ganzes kleines Suppenhuhn), 10 schwarze Pfefferkörner, 2 Sternanis, 1 Zimtstange, 1 TL brauner Zucker, 2 TL Salz, 1 Stück frischer Ingwer (geschält, in Scheiben geschnitten), 1 Lauchstange (in Ringe geschnitten), Blätter und Stängel von einem kleinen Bund frischem Koriander (fein gehackt), 1 Prise Chiliflocken (oder klein geschnittene getrocknete Chilischote), 120 g dünne Reisnudeln, 1 Handvoll frischer Spinat, 5 Frühlingszwiebeln (in Ringe geschnitten)

Kommentare

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Ich lege die Hühnerbeine oder das ganze Huhn zuerst in kaltes Wasser, koche
es auf und lasse dann alles für etwa 4 Minuten köcheln. Dann gieße den Sud weg und wasche das Fleisch gründlich. Den Topf ebenfalls gründlich säubern. Dann erneut aufsetzen mit kaltem Wasser und dem Gemüse und Gewürzen nach Wahl. Das garantiert eine super klare Suppe.

Und ich mach es genau andersrum: Erst Wasser aufkochen, dann die Hühnerteile reingeben. Warten, bis die Brühe wieder zum kochen kommt, dann max. 3 Minuten köcheln lassen. Abgiessen, die Hühnerteile gut unter fliessend Waser abspülen, und den Topf sauber reinigen. Dann kaltes Wasser in den Topf geben, Gemüse und gut abgespülte Hühnerteile dazu geben und alles bei mittlerer Hitze langsam erhitzen. Sobald es im Topf leise anfängt zu simmern, Hitze auf zweitkleinste Stufe zurückstellen. Die ganze Geschichte gute 2 Stunden leise simmern lassen. Ergibt eine absolut klare Hühnerbrühe.

Parkerilla

#2  —  24. Januar 2015, 13:35 Uhr

So kann man es auch machen, wenn man nicht kochen kann.
Aber es geht einfacher und schmeckt besser, wenn man einfach ein frisches Suppenhuhn in den - großen - Topf legt, ein Stück Lauch dazu, Sellerie, eine gelbe Rübe, Salz natürlich und mit Wasser auffüllt und ca. 1 1/2 h sieden läßt.
Vergessen Sie Zitronengras, Zimt etc.

Wenn man eine asiatische Suppe kochen möchte, kommt man eben um ein paar Zutaten nicht herum.Will man nur eine klassische Hühnersuppe kochen, reichen Ihre Zutaten (fast) aus.

Klingt Lecker. Bei den Gewürzen wäre ich allerdings puristischer: Zu Hühnersuppe gehört Zitronengrass und Galgant, kein Zimt und Sternanis. Zimt und Sternanis und chinesisches 5-Gewürze-Pulver müssen in einen Schweinefleisch-Schmortopf. Eisbein oder Bauch, Fett und Schwarte sind wichtig für die Konsistenz. Zimt und Ingwer schließlich kommen mit Kardamom-Kapseln in klare Rinderbrühe (oder Lamm oder Ziege, wie es die Moselms in Südthailand und Malaysia kochen). Und vom Koriander sollen überall die dicken Wurzeln mit rein, wenn die schon so schön abgebildet sind...