Von A nach B Autofahren mit dem Leverkusen-Faktor

© Mazda Motors Deutschland GmbH
Matthias Kalle fährt mit dem Mazda CX-5 von Nieblum nach Berlin Von
Aus der Serie: Von A nach B ZEITmagazin Nr. 16/2015

Ich stehe also auf diesem kleinen Parkplatz in Nieblum, einem Dorf auf der Nordseeinsel Föhr. Es ist dunkel und kalt, und gerade als ich in diesen Mazda einsteigen will, der das Städtekennzeichen LEV für Leverkusen hat (Test-Mazdas haben das immer), sagt ein älterer Mann mit Hund zu mir: "Auch morgen nach Hause?" Ich schaue leicht verwirrt angesichts dieser Überdosis Nordseeurlauber-Kumpanei und antworte denkbar ehrlich: "Ja."

Offenbar eine Einladung zur Fortführung des Plausches, denn der ältere Mann sagt jetzt: "Wir kommen aus Dortmund." Ich mag aber nicht reden, steige ein und fahre weg.

Das mit dem Fahren klappt mit dem Mazda übrigens außerordentlich gut, ich bin mit dem Wagen nicht nur von A nach B gefahren, sondern auch über C und D nach E.

Und was soll ich sagen? Überall kam ich pünktlich und entspannt an und sorgte auch nirgends für Furore. Außer eben in Nieblum, Nordseeinsel Föhr. Ich glaube nicht, dass das am Auto lag. Das Auto ist unaufdringlich, das möchte ich als Kompliment verstanden wissen. Ich glaube, es lag am Kennzeichen.

Drei Buchstaben. Darüber machen sich ja schon die mit zwei Buchstaben lustig. Typen, die aus einem Auto mit drei Buchstaben steigen, kann man ruhig mal anquatschen, die kennen ja eh zu wenig Menschen, die freuen sich doch über jeden neuen Kontakt.

In meinem Fall tat wohl auch die sportliche Verbindung Dortmund – Leverkusen ihr Übriges. Auf der einen Seite ein toller Fußballverein, der berauschende Spiele abliefert dank einer jungen, talentierten Mannschaft und eines innovativen Trainers. Auf der anderen Seite: Dortmund.

Für einen Urlaubsplausch auf einem kalten, dunklen Parkplatz wäre die Ausgangslage allerdings viel zu kompliziert gewesen, denn weder war ich in meinem Leben jemals in Leverkusen, noch bin ich ein Anhänger dieser Fußballmannschaft.

Tatsächlich bin ich Fan von Borussia Dortmund. Autokennzeichen DO. Es gibt keine Testwagen mit diesem Kennzeichen, in Dortmund werden keine Autos hergestellt. In Leverkusen werden sie zwar niemals deutscher Meister, aber da kommen ganz ordentliche Autos her.

Technische Daten

Motorbauart: 4-Zylinder-Dieselmotor, Leistung: 110 kW (150 PS), Beschleunigung (0–100 km/h): 9,2 s, Höchstgeschwindigkeit: 202 km/h, CO2-Emission: 119 g/km, Durchschnittsverbrauch:4,6 Liter, Basispreis: 26.290 Euro

Matthias Kalle ist stellvertretender Chefredakteur des ZEITmagazins

Kommentare

9 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren
The_Mad_Hatter
#4.1  —  11. Mai 2015, 13:29 Uhr

Wenn Sie ein angejahrter Hipster aus Minden mit selbstgemachter Wikipedia-Hagiographie wären, würden Sie sich auch nicht von einem Dortmunder Oppa wegen dem LEV-Kennzeichen anquatschen lassen. Wo komm' wer denn da hin?
Muß er doch schon mit dem Mazda aus dem Testwagen-Pool vorlieb nehmen. Ist doch schon Strafe genug, wenn der Schnösel aus der Digitalredaktion schon wieder den Porsche abgegriffen hat. Also, neee ...