Die Wundertüte: Ein Beet in einer Holzpalette

Wer auf seinem Balkon keinen Platz mehr hat und trotzdem nicht auf Kräuter und Frühblüher verzichten will, kann sich ein senkrechtes Beet aus einer Holzpalette bauen. Von
Aus der Serie: Wundertüte ZEITmagazin Nr. 21/2015

Gärtnern mithilfe einer Holzpalette hat klare Vorteile: Der Platzaufwand ist minimal, die Anschaffung quasi kostenlos, und hübsch sieht die hölzerne Konstruktion auch noch aus. Felix Lodes arbeitet seit über einem Jahr im "Himmelbeet" in Berlin-Wedding – einem Gemeinschaftsgarten, der neben Pachtflächen auch Kurse für Gartenfreunde bietet. Er sagt: "Wir haben mittlerweile wenig Platz, da sind die senkrechten Palettenbeete am Zaun genau das Richtige".

Solch ein platzsparendes Beet eignet sich auch hervorragend für die Begrünung des Balkons. Holzpaletten findet man in Industriegebieten an Laderampen, auf Baustellen und im Baumarkt. Sobald sich die Gelegenheit bietet, sollte man zugreifen (jedoch nicht, ohne vorher zu fragen, ob man sich bedienen darf). Die Palette aufrecht hinstellen und mit der Vorderseite zuerst an eine Wand lehnen. Die Holzverstrebungen liegen jetzt horizontal. Jeweils an der Unterseite der Verstrebungen ein Brett der Länge nach an der Palette anbringen: Das ist der Platz für die Pflanzen. Es empfiehlt sich, ein paar Löcher zum Ablaufen des Gießwassers hineinzubohren. Wer mag, bettet die Pflanzvorrichtungen noch mit Kokosmatten oder Kunststoffvlies aus. Dann kann die Blumenerde hineingeschaufelt und mit dem Pflanzen begonnen werden. Eignet sich für Küchenkräuter genauso wie für Frühlingsblumen.

Mitarbeit Corinna Liebreich

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