Die Wundertüte Stempeldruck

© Alex Walker
Von
Aus der Serie: Wundertüte ZEITmagazin Nr. 24/2015

Irgendwann hat wohl jeder in der Kindheit mal eine mit Farbe bemalte Kartoffel- oder Apfelhälfte auf ein Stück Papier oder Stoff gedrückt. Die Technik ist so einfach, dass sie im Handarbeitsunterricht an Grundschulen seit Urzeiten beliebt ist. Luisa Beck hat sie nie aus ihrem Repertoire gestrichen: Sie schätzt am Kartoffeldruck, dass man in die Knollen unzählige Motive ritzen kann. Am liebsten mag sie Obstformen. Auf ihrem Blog Luloveshandmade erzählt sie, wie sie letztens Kleidungsstücke mit Melonen- und Zitronenmotiven verziert hat. Und so funktioniert der Stempeldruck: eine Kartoffel halbieren und mit einem Obstmesser frei Hand Motive oder Muster in die Hälften ritzen. Alternativ drückt man Ausstechförmchen in die Knollen und schneidet die überstehenden Kartoffelteile darum herum weg. Anschließend wird das Motiv mit Stofffarbe bestrichen. Am gleichmäßigsten gelangt die Farbe auf die Kartoffel, indem man sie mit einer Farbwalze dünn auf eine Glasplatte rollt und die Kartoffel hineinstippt. Dann drückt man sie auf eine Schürze, ein Geschirrhandtuch – oder worauf man sonst Lust hat. Der Stoff sollte möglichst wenig Kunstfaser enthalten und ohne Weichspüler vorgewaschen sein. Das Ganze je nach Muster wiederholen. Trocknen lassen, kurz bügeln.

Mitarbeit Corinna Liebreich

Kommentare

3 Kommentare Kommentieren

…..ach seien Sie doch großzügig und machen Sie sich mal locker, in diesen schönen Sommertagen und assoziieren Sie alles, was einem zu herrlich frischen und erfrischenden Zitronen einfallen kann…!
Sie wollen doch nicht ernsthaft Ihr Selbstwertgefühl dadurch aufwerten, dass das Zitronenblättchen in die falsche Richtung zeigt und es Ihnen nicht verborgen geblieben ist….?