Deutschlandkarte Radwegekirchen

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 25/2015

Eine Sonntagsbeschäftigung, die immer unbeliebter wird? In die Kirche gehen. Eine Sonntagsbeschäftigung, die immer beliebter wird? Fahrrad fahren. Was müssen Kirchen also tun, um dem Besucherschwund entgegenzuwirken? Sie müssen Radfahrern etwas bieten. Viele Gotteshäuser, die an einem Radwanderweg liegen, weisen sich daher als Radwegekirchen aus: Hier gibt es Trinkwasser, Toiletten, oft sogar Flickzeug – und wer schnell noch ein Stoßgebet zum Himmel schicken will, er möge unfallfrei nach Hause kommen, kann das auch tun. Die evangelische Kirche versammelt auf radwegekirchen.de alle teilnehmenden Häuser, auch katholische, insgesamt über 450. Die meisten befinden sich in Sachsen-Anhalt, dem Ursprungsland der Reformation. Von einigen Kirchen hört man, dass die Radfahrer mehr Geld in die Kollektenbüchse stecken, als die Gottesdienst-Besucher sonntags spenden. Vielleicht sollten die Kirchen die Einnahmen in den Ausbau von Radwegen reinvestieren. 

Quelle EKD, Greystyle; geografische Verortung Lutum+Tappert


Kommentare

3 Kommentare Kommentieren

Na ja, selbst noch nie auf grösserer Tour gewesen?
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Ziel nächster Kirchturm, Rast beim Pfarrer :-)) , ist doch der Klassiker.
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Auf dem Dorf ist da meist Platz, Schatten, oft Bäume, kleiner ruhiger Kirchhof, eine kühle Ecke zum Pause machen, oft auch ein Wasserhahn um nach zu tanken und wenns hoch kommt sogar eine Kneipe nah dran. Ausserdem sind die Landkirchen meist innen ganz hübsch und das es bei dem 10 Minuten Rundgang dort herlich kühl ist muss man niemand (oder doch Dir) erklären.
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Mit dem Beten hab ich es nicht so, aber Kirchen steuere ist seit Jahrzehnten unterwegs als Rastplatz im In- und Ausland auf Touren an.
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Du solltest mehr Langstrecke fahren, das vergisst man den Kampf um die Schäfchen und hilft gegen interreligiöse Vorunteile. Nach 30-50km bei diesen Temperaturen ist mir, dir dann bestimmt auch, die Konfession ziemlich egal.
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Brummt Sikasuu
(Agnostiker)