Die Wundertüte: Stockbrot backen

© Alex Walker
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Aus der Serie: Wundertüte ZEITmagazin Nr. 27/2015

Für den Bielefelder Pädagogen André Seeba gehört das Stockbrot zu seiner Kindheit wie der Qualm zum Feuer und das Grillenzirpen zum Sommer. Weil er es am liebsten jeden Sommer bei jedem Lagerfeuerabend mit Kindern backen würde, teilt der 39-Jährige auf seinem Blog Geschmacksbefreier Stockbrot-Rezepte.

Bevor es ans Teigkneten geht, ist eine Wanderung angesagt, um geeignete Äste zu finden – selbst wenn der Marsch nur bis zur Gartenhecke führt. Haselnuss, Buche und Weide eignen sich am besten. Eibe und Holunder sollte man meiden, weil sie giftig sind, Bambus und Fichte brennen zu schnell. Für den Teig mischt man 400 Gramm Mehl, eine Prise Salz und zwei Teelöffel Backpulver in einer Schüssel, gibt dann 50 Gramm weiche Butter und 125 Milliliter Milch dazu. Jetzt heißt es: Kräftig kneten! Die angegebene Menge reicht für acht Portionen. Am Feuer bestäubt man den Teig rundum mit Mehl und wickelt ihn dünn um die Stöcke. Gebacken wird das Brot über der Glut oder mit mindestens 20 Zentimeter Abstand zum Feuer. André Seebas Spezialität: erst Marshmallows auf die Stöcke spießen und dann den Teig darumwickeln.

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