Deutschlandkarte: Welterbe-Stätten

40 Welterbe-Stätten gibt es in Deutschland, jedes Jahr kommen neue hinzu. Einige der Bewerber gehen leer aus
Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 29/2015

Der Aachener Dom war 1978 der erste deutsche Ort, dem der Titel Unesco-Welterbe zuerkannt wurde. Seitdem prüft ein Komitee jährlich, welche Stätten neu in die Welterbe-Liste aufgenommen werden. Der Prozess gleicht einem Casting – mit einer Jury, Gewinnern und Verlierern. Am jüngsten Casting nahmen drei deutsche Kandidaten teil: aus Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Hamburg. Die Hamburger durften sich nun freuen, die Speicherstadt und das Kontorhausviertel wurden Welterbe-Stätte. Sie stehen jetzt unter besonderem Schutz – und erlangen mehr Bekanntheit, was den Tourismus ankurbelt. 40 solcher Orte gibt es in Deutschland, rund 1.000 sind es weltweit. Sie alle haben einen "außergewöhnlichen universellen Wert", so die Jury. Und die anderen Kandidaten? Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut sowie die Wikingerstätten? Sie kriegen eine zweite Chance, aber sie müssen noch mal an der Bewerbung feilen. In Casting-Sprache: Sie gehen ins Recall.

Quelle Deutsche Unesco-Kommission e.V.


Kommentare

2 Kommentare Kommentieren

"Hamburg (dpo) - Laut Denkmalrat Hamburg sollen die Baukräne der Elbphilharmonie noch in diesem Jahr unter Denkmalschutz gestellt werden. Die über 100 Meter hohen Baumaschinen seien inzwischen so in das Stadtbild der Hansestadt integriert, dass ein Abbau nicht mehr infragekomme. Ein siebenköpfiges Expertengremium aus Historikern und Architekten befand die im späten 20. Jahrhundert gefertigten Kräne für "historisch wertvoll" und ..."

gemopst bei:
http://www.der-postillon....

Ich werde nie verstehen, wie der Limes Weltkulturerbe werden konnte: eine militärische Befestigungsanlage, die nichts Einmaliges an sich hatte, die nur kurze Zeit existierte und von der man praktisch nichts mehr sieht. Hingegen hätten die ältesten figürlichen Kunstwerke der Menschheit und die Höhlen auf der Schwäbisch Alb, wo man sie gefunden hat, längst diesen Status verdient.