Die Wundertüte Ein gehäkelter Teppich

© Alex Walker
Warum dem Baby nicht mal einen Teppich häkeln, statt Socken? Dann sind Stoffreste aufgebraucht ist das Kinderzimmer dauerhaft verschönert. Von
Aus der Serie: Wundertüte ZEITmagazin Nr. 35/2015

Gehäkelte Socken sind ja ganz hübsch, aber wieso nicht mal ein bisschen ambitionierter sein und den Füßen einen Teppich häkeln? Während ihrer dritten Schwangerschaft packte Elke Puls der Ehrgeiz. Vielleicht hat der Haufen alter Bettlaken und Gardinen, der sich bei ihr angesammelt hatte, sie zusätzlich motiviert. Ihr Ziel: ein Teppich für das neue Kinderzimmer. Auf ihrem Blog dokumentiert die 38-Jährige das Projekt (ellepuls.com/category/teppich).

Zunächst muss man alte Stoffe in circa fünf Zentimeter breite, möglichst lange Streifen schneiden oder reißen. Die Streifenbahn dabei nie ganz abreißen, sondern vier Zentimeter vor dem Ende aufhören und daneben die nächste Bahn einreißen, so entsteht ein durchgehendes Band (siehe Illustration oben). Mit einer sehr dicken Häkelnadel, ab Stärke zehn, kann man nun die erste Reihe beginnen (Häkeln kann man zum Beispiel mit den Videos von nadelspiel.com lernen). Dafür fünf bis sechs Luftmaschen zu einem Ring schließen und in der ersten Reihe jede Masche des Rings doppelt häkeln. Mit der zweiten Reihe fortfahren, aber hier nur jede zweite Masche doppelt häkeln. In der dritten Reihe dann jede dritte Masche doppelt häkeln, in der vierten jede vierte, und nach diesem Prinzip weitermachen. Damit sich der Teppich nicht zusammenrollt, sollte man darauf achten, dass die Maschen nicht zu fest sind. Deswegen am besten den Teppich ab und zu auf den Boden legen und kontrollieren, dass die Ränder flach aufliegen. Am Ende jedes Streifens den nächsten einfach anknoten und auf die Unterseite legen. Zum Schluss die Maschen abketten und das Streifenende verknoten oder vernähen.

Für den Teppich aus Stoffresten den Stoff nicht ganz bis zum Ende durchreißen, so entsteht ein Band.

Mitarbeit Corinna Liebreich

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