Deutschlandkarte: Papierfabriken

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 42/2015

625 Jahre ist es her, dass der Ratsherr Ulman Stromer vor den Toren Nürnbergs die erste Papiermühle Deutschlands errichtete. Damals wurde Papier aus Lumpen hergestellt, also aus Textilabfällen. Für den Antrieb des Mühlrades und die Verarbeitung der Lumpen brauchte man viel Wasser. Deshalb siedelten sich die Betriebe hauptsächlich in Flusstälern an. In der Nähe von Rhein und Main zum Beispiel findet man deshalb auch heute noch viele Fabriken, manche Unternehmen gibt es seit Hunderten von Jahren. Neben Altpapier ist Zellstoff der wichtigste Rohstoff, er wird aus Holz gewonnen. Die meisten Fabriken beziehen ihn aus dem Ausland, besonders aus Brasilien und Skandinavien. Heute dienen die Wasserläufe in der Nähe der Werke nur noch zum Transport – damit Holz, Altpapier und Zellstoff pünktlich ankommen und die fertige Ware rechtzeitig ausgeliefert wird: 23 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe pro Jahr.

Recherche: Anton Dorow

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Wenn die Flussläufe so wichtig für die Papierherstellung sind, warum sind sie dann in der Karte nicht dargestellt? Wäre doch viel interessanter als die Bundesländergrenzen.