Unter Strom LED-Leseleuchte

Mirko Borsche testet die LED-Leseleuchte von Moleskine Von
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 42/2015

Neulich musste ich mich auf einen Vortrag vorbereiten und Jan Tschicholds Elementare Typografie lesen, um mein Basiswissen aufzufrischen. Das Buch ist total unsexy, damit will man tagsüber nicht gesehen werden – also genau richtig für den Einsatz einer Leselampe im Bett. Zum Testen sind mir verschiedene Modelle zugeschickt worden, aber die meisten davon habe ich gar nicht erst ausgepackt: zu schwer, zu umständlich, zu viele Teile. Die Moleskine-Lampe fand ich sofort sympathisch – wegen ihrer Farbe und weil sie so einfach wirkt, sich selbst erklärt. Im Gegensatz zu den anderen Lampen lädt sie sich per USB auf, man braucht also keine Stecker, Aufladekabel oder sonstiges Zusatzgerät. Ich habe sie nur einmal aufgeladen, und sie läuft immer noch. Außerdem ist sie sehr leicht und flach, gibt dabei aber sehr starkes Licht. Man kann sie überall hin mitnehmen und alles Mögliche damit machen. Ich habe sie zum Beispiel ersatzweise ans Fahrrad geklemmt, als mein Licht kaputt war. Auch als Taschenlampe funktioniert sie gut, etwa wenn man nachts im Dunkeln das Klo sucht. Und sie ist wegen ihres biegsamen Materials sehr flexibel: Man kann sie an den Computerbildschirm klemmen oder zwischen ein paar Buchseiten stecken. Als Lesezeichen gefällt sie mir am besten. Nach Tschicholds Handbuch kam die Moleskine-Lampe allerdings nicht wieder zum Einsatz. Sie ist mir abhanden gekommen, ich finde sie nicht mehr. Ich vermute, mein Sohn liest nachts damit Comics.

Technische Daten

Maße: 3,8 X 18 X 1,2 Cm; Unsichtbarer Leuchten-Mechanismus; Eingeprägtes Ein/Aus-Symbol; Kunststoff mit Soft-Touch-Oberfläche; Aufladbar über USB-Verbindung; 2 LEDs; Aufhängbare Verpackung; Preis ca. 20 Euro

Mirko Borsche, Creative Director des ZEITmagazins, schreibt jede Woche die Kolumne "Unter Strom"

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