Gwen Stefani Über Killer-Nannys

© Bryan Bedder/Getty Images
Aus der Serie: Gesellschaftskritik ZEITmagazin Nr. 49/2015

In den USA, besonders in Hollywood, geht die Angst um. Eine neue Bedrohung ist aufgetaucht, und sie trifft ausgerechnet die Erfolgreichsten, die Ehrgeizigsten, die scheinbar Unangreifbaren – die Stars. Diese Bedrohung kommt zunächst harmlos daher, scheint freundlich, lustig, fürsorglich und selbstlos zu sein. Sie putzt, kocht, spielt mit den Kindern und räumt das Haus auf. Doch dann, wenn alle Vertrauen zu ihr gefasst haben, wenn sie fast schon ein Teil der Familie geworden ist, schlägt sie zu – die Killer-Nanny.

Sie verführt den Ehemann und Familienvater im eigenen Haus, reißt die Familie auseinander, verstört die Kinder, für die sie doch eigentlich sorgen sollte. Zurück bleibt eine gekränkte und ratlose Ex-Ehefrau, die nicht begreift, wie dieses selbstlose Wesen ihre Existenz zerstören konnte.

Jüngstes Beispiel: die Sängerin Gwen Stefani. Mindy Mann heißt die Nanny, die sich um Stefanis Kinder kümmern sollte und sich dann aber vor allem um ihren Mann Gavin Rossdale kümmerte. Im Februar trennte sich Gwen von Gavin – und jetzt wurde bekannt, dass Mindy der Grund dafür war, ausgerechnet der Mensch, dem der Popstar sein Liebstes, die drei Söhne, anvertraut hatte. Und die Liste lässt sich mühelos fortsetzen: Ethan Hawke trennte sich von Uma Thurman, um das Kindermädchen zu heiraten. Jennifer Garner ließ sich von Ben Affleck scheiden, weil der angeblich mit dem Kindermädchen ... Und Maria Shriver verließ Arnold Schwarzenegger, weil der mit einer Hausangestellten ein Kind zeugte, das sogar mit der Familie unter einem Dach aufwuchs.

Die Verstörung ist groß: Die New York Times berichtet, dass bei Nanny-Agenturen immer öfter nach älteren, möglichst unscheinbaren Kindermädchen gefragt werde, die eine eigene Familie, ein eigenes Leben haben.

Aber diese Vorsichtsmaßnahme verschafft nicht unbedingt Sicherheit: In puncto Attraktivität können die Killer-Nannys den Hausherrinnen selten das Wasser reichen. Vielleicht ist das sogar ihr Plus gegenüber den allseits begehrten Superfrauen, die immer im Mittelpunkt stehen: Die Nannys sind einfach ganz normal, stellen keine Ansprüche, beschweren sich nicht über die ungleich verteilten häuslichen Aufgaben – jedenfalls nicht am Anfang. Man kann es also eigentlich kaum richtig machen. Übrigens auch nicht als männlicher Superstar, wo im Hintergrund schon der Bodyguard wartet, um zu helfen, wo er nur kann.

Kommentare

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erst ein mal eine frage ..was soll dieser satz: und sie trifft ausgerechnet die Erfolgreichsten, die Ehrgeizigsten, die scheinbar Unangreifbaren – die Stars.
was ist an denen unangreifbar ??? der erfolg ?? der kann schneller vorbei sein als denen lieb ist. der Ehrgeiz ?? ach sie meinen das an dem schon viele Promi-Ehen gescheitert sind ??
sorry....aber ich habe mit diesen damen kein mitleid. warum sollte ich ??
frauen die angeblich kariere und familie unter einen hut kriegen. aber das nur mit hilfe von nanny´s oder wie man auch sagt Kindermädchen.
die bei jeder gelegenheit sich mit ihren kindern (natürlich verpixelt) fotografieren lassen. meistens wenn sie vom flughafen zum hotel und wieder zurück hetzen. während dem rest der zeit..kümmert sich das kindermädchen um die kinderlein. da hat man dann fototermine und interviews. ehemann und kinder die dabei sind..überlässt man dem kindermädchen. und wundert sich wenn kinder und ehemann sich vom kindermädchen besser verstanden fühlen als von ehefrau und mutter. aber man muss ja alles haben..kinder, kariere und einen mann. und wenn man nicht genug kinder hat..adoptiert man welche. dann kann man mit denen durch die ganze welt reisen. wenn sie dann irgendwann alkohol und drogen entdecken um die innere leere zu füllen..ist die mutter überrascht und geschockt. warum?? weil sie nix gemerkt hat.

Warum sollte Mann sich denn auch mit der B-Garnitur zufriedengeben wenn er die erste Garde haben kann? Hier die attraktive aber ständig beschäftigte und von ihren Neurosen geplagte Promi-Tussi, auf der anderen Seite die meistens genauso hübsche aber bodenständigere und mehr im Leben stehende Nanny, die zudem noch gut mit den Kindern kann und auch keinen Schatten wirft in dem Mann evtl. untergeht... Kein Wunder.