Roomba 980: Mirko Borsche testet einen Roboter, der Staub saugen kann

Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 49/2015

Ich werde von einem Dilemma erzählen. Ich habe in meiner Wohnung gern Besuch. Aber ich mag es nicht, wenn Leute ihre Schuhe ausziehen, sobald sie eine Wohnung betreten. Es ist entwürdigend, wenn Gäste ihre löchrigen Socken präsentieren müssen. Also bitte ich alle, die Schuhe anzubehalten. Andererseits laufe ich auch gern barfuß durch meine Wohnung und hasse es dann, den Straßendreck anderer Leute zwischen den Zehen zu haben. Ich müsste also staubsaugen, sobald der Besuch aus der Küche ist. Saugen ist allerdings keine Tätigkeit, die ich genießen würde. Ich halte es für Zeitverschwendung. Aus dieser Klemme hat mich nun ein Roboter befreit. Er heißt Roomba 980, ist von iRobot und saugt meine Wohnung, damit ich es nicht tun muss. Der Saugroboter sieht aus wie R2-D2, nachdem sich Jabba the Hutt auf ihn gesetzt hat – so flach ist er. Roomba ist ein Supertyp. Er macht passabel sauber und lässt sich per App steuern. Dazu ist er clever. Er orientiert sich mit einem Sensorsystem im Raum. Er erkennt komplizierte Hindernisse und sucht sich seinen Weg. Roomba windet sich durch ein Labyrinth von Stuhlbeinen, ohne irgendwo anzustoßen. Er erkennt einen Treppenabsatz und meidet ihn. Vor allem aber macht er keinen Weg zweimal. Er lässt sich ständig neue Varianten einfallen, wie er den Raum durchmisst. Als ob es ihm zu langweilig wäre, immer auf dieselbe Art zu saugen. Sosehr ich auch versuche, das System zu verstehen, ich begreife es nicht. Bis Roomba der Meinung ist, er habe nun genug gesaugt, eine Melodie spielt und zur Ladestation zurückfährt, muss ich ihn unablässig beobachten. Auch das ein Dilemma: Ich spare durch diesen Roboter gar keine Zeit.

Technische Daten 

AeroForce-Reinigungssystem, HOME-App, iAdapt-2.0-Navigation, Durchmesser: 35 cm, Höhe: 9 cm, Gewicht: 4 kg, Laufzeit: 2 Stunden, Preis: 1.199 Euro

Mirko Borsche, Creative Director des ZEITmagazins, schreibt jede Woche die Kolumne "Unter Strom"

Kommentare

21 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Vielen Dank für diese Werbeeinlage.

Bleibt hinzuzufügen, dass der Roomba 980 in den Tests, die ich gelesen habe, stets der teuerste aber nie der beste Saugroboter war.

Zum Glück enthält die Werbung keine Informationen über das Produkt. Ist es eklig ihn zu reinigen? Wie kommt er mit Tierhaaren klar? Wie mit einem Teppich auf Laminat?

Es reicht völlig die einfache Variante 620 für 270€ , die kann man allerdings nicht programmieren. Ich hab seit 2 Jahren für jede Etage einen und sauge nur noch Ecken und Treppe mit Handsauger. Der Roomba ist genial, reinigen ist schnell gemacht, 5 Min. die Woche. Gegen Tierhaare ist er perfekt - Freunde mit zwei Hunden + einer Katze haben meinen ausprobiert und dann selber einen gekauft, nach einem Jahr ist er dort nicht mehr wegzudenken. Ich bekomme für diesen Kommentar keine Provision. Wer noch keinen hat, ist selber schuld.